Studie des Weltwirtschaftsforums
USA siegen im Wettbewerbs-Ranking

In der globalen Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) um das wettbewerbsfähigste Land liegen die Vereinigten Staaten an der Spitze. Deutschland konnte im Vergleich zum Vorjahr zwei Plätze gut machen und belegt jetzt Platz fünf von 131. Grund seien die von der großen Koalition im Jahre 2006 durchgeführten Reformen. Doch die derzeitige Politik bereitet den Autoren der Studie Kopfzerbrechen.

DÜSSELDORF. In dem am Mittwoch vom Weltwirtschaftsforum in Genf veröffentlichten „Global Competitiveness Report 2007-2008“ liegt das Land auf Rang fünf von 131. Die Autoren des Reports haben aber erhebliche Zweifel, dass die Reformfähigkeit anhält. Wenn nicht, könnten bei deutlich nachlassendem Wachstumstempo der Weltwirtschaft die alten Strukturprobleme wieder aufleben, heißt es in dem Report.

Als wettbewerbsfähigstes Land gelten nach wie vor die Vereinigten Staaten – trotz der gesamtwirtschaftlichen Ungleichgewichte wie der hohen Staatsverschuldung. Sie wird im übrigen auch Deutschland als Nachteil angekreidet. Auf dem zweiten Platz rangiert die Schweiz, die sich gegenüber der revidierten Liste für 2006 ebenfalls um zwei Plätze verbesserte. Vor und nach Deutschland liegen die drei skandinavischen Länder Dänemark, Schweden und Finnland. Die Niederlande rückten in den Block der zehn wettbewerbsfähigsten Länder auf. Ihm gehören damit nur drei Länder aus der Euro-Zone an, aber alle alten EU-Länder, die den Euro bisher nicht einführen wollen.

Die Messmethode wurde nach Angaben des WEF gegenüber 2006 weiterentwickelt, dabei wurden auch die Gewichte der einzelnen Wettbewerbskriterien neu justiert. Um Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr – damals lag die Schweiz an der Spitze – herzustellen, wurden die neuen Methoden rückwirkend auch für die Bewertung der Länder im Jahr 2006 angewandt. Die USA behaupteten nach dieser Revision schon im vergangenen Jahr den ersten Platz und rutschten nicht vor einem Jahr gemeldet auf den sechsten Rang ab.

Für den Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit untersucht das Autoren-Team eine Fülle von als wichtig geltende Bedingungen. Die mehr als 100 Kriterien, die zu einem Teil aus statistischen Daten abgelesen werden können, zum Großteil aber auf der Befragung von insgesamt gut 11 000 Wirtschaftsführern beruhen, werden in zwölf tragende Säulen gegliedert.

Eine davon ist die Innovationsfähigkeit. Bei den Innovationen belegen die USA den ersten Rang, Deutschland Platz sieben. Besonders würdigt der Report die enge Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und den universitären Forschungseinrichtungen. Auch hier liegen die USA an der Spitze, Deutschland auf Platz sechs. Im Teilranking für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verteidigten die beiden Länder die ersten beiden Ränge. Deutschland kommt dabei die Stärke im Export zu Gute.

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