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Stühlerücken in Washington: Obamas Top-Berater geht - Harvard-Absolvent kommt

Jack Lew wird neuer Stabchef im Weißen Haus. Der 56-Jährige Budgetdirektor folgt damit dem nach nur knapp einem Jahr überraschend zurückgetretenen Ex-Banker Bill Daley auf einem der wichtigsten Beraterposten.

US-Präsident Obama stellt seinen neuen Stabschef Jack Lew vor. Quelle: Reuters
US-Präsident Obama stellt seinen neuen Stabschef Jack Lew vor. Quelle: Reuters

New YorkDer ranghöchste Mitarbeiter von US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus ist zurückgetreten. Stabschef William Daley habe um seine Entlassung gebeten, sagte Obama am Montag in Washington. Als Nachfolger präsentierte der Präsident seinen bisherigen Haushaltschef Jacob Lew.

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Obama musste mit dem Abgang von Daley bereits den dritten Wechsels auf diesem Posten verkünden, der am ehesten mit dem Amt des Kanzleramtsministers in Berlin zu vergleichen ist. Daley, zuvor Topmanager bei der größten US-Bank JP Morgan, war im Januar 2011 als Nachfolger des heutigen Chicagoer Bürgermeisters Rahm Emanuel ins Amt berufen worden, um das problematische Verhältnis zwischen Obama und der US-Wirtschaftselite zu verbessern.

Gleichzeitig sollte Daley dafür sorgen, dass die wirtschaftsnahe Opposition in Washington kompromissbereiter würde. Seit dem erbitterte Streit zwischen den Republikanern und der Obama-Regierung über die Anhebung der Schuldengrenze im vergangenen Sommer und der immer lauter werdenden Anti-Wall-Street-Rhetorik des Präsidenten stand Daley aber zunehmend auf verlorenen Posten.

Vergangenen Dienstag bat er den Präsidenten daher um Entbindung von seinen Aufgaben. Lew wird von Beobachtern als genauer, bestens vernetzter Kenner der Interessengruppen in der US-Hauptstadt beschrieben, der aber in der Öffentlichkeit eher selten Auftritt.

Diese Qualitäten könnten ihm helfen, um in den letzten zehn Monaten der Amtsperiode von Obama vielleicht doch noch den einen oder anderen Kompromiss mit der Opposition auszuhandeln. Dabei werden Budgetfragen, sein Spezialgebiet, im Vordergrund stehen.

Lew ist Jurist und Harvard-Absolvent. Er arbeitete in Washington bereits auf einer Reihe von einflussreichen Posten. Unter anderem als Berater und Budgetdirektor unter Präsident Bill Clinton. Nach dem Ende der Clinton-Ära arbeitete er als Manager und Professor an der New York University.

Lew hat, wenn auch nicht im gleichen Maße wie Vorgänger Daley, auch Wall-Street-Erfahrung. So arbeitete er einige Jahre als Topmanager bei der Citigroup. Dort war er für die Vermögensverwaltung und den Hedge-Fonds-Abteilung zuständig.

@hb_vorort bei Twitter

  • 10.01.2012, 05:16 UhrStubi

    Bush natuerlich und nicht Busch. Aber dies macht die Sache nicht besser.

  • 10.01.2012, 04:42 UhrStubi

    Obama haette gleich mitgehen sollen. So koennen wir nur auf die naechste Wahl hoffen. Aber die Amis haben mit Busch bewiesen, dass sie Leid wollen und somit ist eine Neuwahl Obamas zu befuerchten.

  • 09.01.2012, 23:42 Uhrkat7

    Mitglied beim Rockefeller CFR Think Haufen ist er auch noch, da kann ja nix schiefgehn an der Interessenlage der Rüstungslobby, ausser das die geplanten Kürzungen ausfallen

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