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Zwei Türken als Attentäter identifiziert

Die blutigen Anschläge auf zwei Synagogen in Istanbul, bei denen am Samstag 25 Menschen getötet und über 300 verletzt wurden, sollen nach offiziellen Angaben zwei türkische Moslemextremisten verübt haben.

HB ISTANBUL. Die beiden Fahrer der mit mehreren hundert Kilogramm Sprengstoff beladenen Autos seien anhand von DNA-Analysen zweifelsfrei identifiziert worden, sagte der Gouverneur von Istanbul, Muammer Güler, am Mittwoch.

Die Selbstmordattentäter sind nach Angaben des Gouverneurs zwei 22 und 29 Jahre alte Türken aus der südostanatolischen Stadt Bingöl. Während einer schon früher als Mitglied der türkischen Extremistengruppe „Islamische Bewegung“ in Erscheinung getreten war, galt der andere Medienberichten zufolge bislang eher als unauffällig.

Die weiteren Ermittlungen konzentrierten sich nunmehr auf die Helfer und eine mögliche Verbindung der Attentäter zum internationalen Terrornetzwerk El Kaida, sagte Gouverneur Güler. Parallelen der Anschläge auf die beiden Synagogen zu früheren Terrorakten der El Kaida drängten sich auf.

Wegen Beihilfe erließ das Staatssicherheitsgericht von Istanbul am Abend Haftbefehl gegen fünf von acht Verdächtigen, die nach den Anschlägen auf die Neve-Schalom-Synagoge und die Beth-Israel-Synagoge im europäischen Teil von Istanbul festgenommen worden waren. Unter ihnen sind zwei Männer, auf denen die als Autobomben benutzten Lieferwagen angemeldet gewesen waren. Ein Sohn beziehungsweise ein Bruder dieser beiden hatten sich nach türkischen Medienberichten vor den Anschlägen abgesetzt. Die Untergetauchten sollen in extremistischen Kreisen verkehrt haben.

Die türkischen Sicherheitsbehörden gaben sich am Mittwoch zuversichtlich, dass sie die Terroranschläge restlos aufklären werden. Die Ermittlungen würden in Kooperation mit „internationalen Organisationen und Nachrichtendiensten“ fortgeführt, sagte Gouverneur Güler. „Am Ende wird der Vorfall in allen Teilen aufgeklärt sein“, sagte Güler, der von einem „großen Erfolg“ der türkischen Polizei und der Istanbuler Sicherheitskräfte sprach.

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