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Die Welt verbündet sich gegen die Vogelgrippe

Gesundheitsexperten aus mehr als 30 Ländern treffen sich am Montag in Kanada, um darüber zu beraten, wie sich die Welt vor der Vogelgrippe schützen kann. Alle bisherigen Bemühungen sind fehlgeschlagen. Das Virus breitet sich immer weiter aus.

HB OTTAWA/LONDON/BERLIN. An dem Treffen in Ottawa nehmen Repräsentanten der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Welternährungsorganisation FAO und der UN-Koordinator für Vogelgrippe, David Nabarro, teil. Aus Deutschland reisen Fachleute aus dem Gesundheitsministerium an.

In Europa werden immer mehr Fälle von Vogelgrippe entdeckt, zuletzt in Schweden, Großbritannien und Kroatien, außerdem trat die Seuche erneut im asiatischen Teil Russlands auf. London schloss sich am Sonntag der Initiative Berlins an, den Import von Wildvögeln in die Europäische Union zu verbieten.

Nach Einschätzung von Experten könnten Zugvögel aus Russland das heimische Geflügel infizieren. Die Vogelschwärme ziehen gegenwärtig Richtung Westen. Fachleute befürchten, dass sich der Erreger der Vogelgrippe mit dem der menschlichen Grippe mischt und dann eine Art Supervirus entsteht. Dieses wäre leicht von Mensch zu Mensch übertragbar, es drohte eine weltweite, extrem gefährliche Grippe- Pandemie (eine Epedemie größeren Ausmaßes). Ein solches Virus wurde aber noch nicht entdeckt.

Zuletzt wurde in der mittelschwedischen Stadt Eskilstuna eine tote Ente mit dem Vogelgrippe-Erreger gefunden. Die Veterinärbehörde teilte aber am Sonntag mit, dass bei ihr nicht das für den Menschen gefährliche Virus H5N1 entdeckt wurde, sondern eine schwächere Form. In einer britischen Quarantänestation verendete ein infizierter Papagei aus Südamerika. In Kroatien wurde das Virus bei sechs toten Schwänen und in einem Dorf im asiatischen Teil Russlands bei sechs toten Vögeln gefunden. Auch in den anderen Fällen wurde bisher nicht H5N1 nachgewiesen. Einige Untersuchungen stehen jedoch noch aus.

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