Sudan beharrt auf Beobachter-Status
Darfur bekommt mehr internationale Truppen

Der Sudan hat der Entsendung weiterer Beobachter nach Darfur zugestimmt. Die Afrikanische Union schickt 3500 Soldaten und 800 Polizisten in die Krisenregion.

HB BERLIN. Nach schwierigen Verhandlungen hat die sudanesische Regierung der Entsendung zusätzlicher Truppen in die Krisenregion Darfur zugestimmt. Nach einem Bericht des britischen Rundfunksenders BBC sollen 3500 Soldaten und 800 Polizisten künftig die Beobachtermission der Afrikanischen Union (AU) unterstützen und Flüchtlingslager beschützen.

Der Sudan habe darauf bestanden, dass es sich weiterhin um eine Beobachter-, nicht um eine Friedensmission handele. Damit dürfen die internationalen Truppen auch in Zukunft keine Waffen gegen Kämpfer einsetzen. Zur Zeit befinden sich 300 AU-Soldaten in Darfur.

Die Afrikanische Union bestätigte zunächst nur die Zustimmung des Sudan zur Entsendung, wollte aber noch keine Angaben über die Truppenzahl machen. UN-Offizielle äußerten die Hoffnung, dass die Soldaten schon Ende des Monats in Darfur sein könnten.

Die sudanesische Regierung bekräftigte ihre harte Haltung gegen die nach Unabhängigkeit strebenden Rebellen in Darfur. Seine Regierung werde keine autonomen Regionen im Nord-Sudan dulden, sagte Landwirtschaftsminister Majzub al Khalifa.

Bei den Kämpfen sind nach UN-Angaben bereits 50.000 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 1,5 Millionen seien vertrieben worden. Der Regierung wird vorgeworfen die arabischen Reiter-Milizen bei deren Attacken zu unterstützen, um die Rebellen in Darfur zu schwächen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%