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Sudan: Erste Ergebnisse des Referendums liegen vor

Alles deutet darauf hin, dass der Sudan bald aus zwei Staaten besteht: Die ersten Ergebnisse des Referendums deuten auf eine klare Mehrheit für die Loslösung des Südens vom Norden hin. Die Wahlbeteiligung sei enorm gewesen.

Die Menschen im Süden Sudans haben gleißig gewählt. Quelle: Reuters
Die Menschen im Süden Sudans haben gleißig gewählt. Quelle: Reuters

HB JUBA. Der Südsudan hat über seine Unabhängigkeit abgestimmt. Nach einem einwöchigen Urnengang schlossen am Samstag die Wahllokale. Erste Ergebnisse sollen Anfang kommenden Monats vorliegen, das Endergebnis bis zum 15. Februar. Es gilt als sicher, dass sich die Mehrheit der Stimmberechtigten für die Loslösung vom Norden und für die Bildung einer neuen Nation entschieden hat. Der frühere US-Präsident Jimmy Carter, der die Überwachung des Referendums leitete, sprach von einer Wahlbeteiligung von bis zu 90 Prozent.

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Die Abstimmung habe wahrscheinlich internationale Standards erfüllt. „Ich fühle mich erleichtert“, sagte ein Südsudanese. „Dafür haben wir 21 Jahre lang gekämpft.“ Zwar müssten die offiziellen Ergebnisse noch abgewartet werden, gefeiert werde aber schon jetzt.

Die Volksabstimmung war Teil des Friedensabkommens von 2005, das einen mehr als 20 Jahre währenden Bürgerkrieg beendete, in dem mindestens zwei Millionen Menschen ums Leben kamen.

Begleitet wurde das Referendum von Kämpfen zwischen arabischen Milizen und Stammeskriegern. Bei den Zusammenstößen an der Grenze zwischen Nord- und Südsudan wurden 36 Menschen getötet.

Die Wahlberechtigten ließen sich davon aber nicht abschrecken und strömten an die Wahlurnen. Bereits am vierten Tag der Abstimmung war die erforderliche Mindestbeteiligung von 60 Prozent erreicht.

Die Regierung des Nordsudan kündigte an, das Ergebnis anzuerkennen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle betonte, dass die Ergebnisse des Referendums in beiden Teilen des Sudans umgesetzt werden müssten. Die Bundesregierung werde den Friedensprozess weiter unterstützen.

Details wie das künftige Verhältnis der beiden sudanesischen Staaten sind allerdings noch ungeklärt. So ist offen, wo der genaue Grenzverlauf liegen soll und wie die Einkommen aus der Erdölförderung verteilt werden. Diese ist für die Volkswirtschaften beider Länder essenziell wichtig. Auch einen Namen für den neuen Staat gibt es noch nicht.

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