Süd-Afghanistan
Sechs Tote bei Bombenanschlägen

Mehrere Sprengstoffanschläge in Afghanistan haben sechs Todesopfer gefordert. Polizisten in der Provinz Urusgan konnten ein Selbstmordattentat im letzten Moment vereiteln und erschossen die beiden Attentäter.
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KabulBei mehreren Bombenanschlägen im Süden Afghanistans sind mindestens vier Zivilisten, ein afghanischer Polizist und ein NATO-Soldat getötet worden. In der Provinz Kandahar wurde nach Polizeiangaben in der Nacht zum Freitag ein örtlicher Polizeikommandeur getötet, in der Nachbarprovinz Urusgan starben vier Männer. Bei einem weiteren Zwischenfall starb ein Soldat der NATO-geführten ISAF-Truppe.

Ein afghanischer Polizeikommandeur wurde den Angaben zufolge getötet und zwei seiner Leibwächter verletzt, als sie mit ihrem Fahrzeug in Kandahar über über einen Sprengsatz fuhren. Zu dem Anschlag bekannten sich die islamistischen Taliban. Zunächst hatte es geheißen, auch die beiden Leibwächter seien ums Leben gekommen.

In Urusgan starben vier Zivilisten, als sie mit ihrem Fahrzeug über eine Mine fuhren. Ein fünfter Mann wurde schwer verletzt und befand sich in einem lebensbedrohlichen Zustand, wie die Polizei mitteilte. Die Mine sei von Taliban gelegt worden. Ein Selbstmordattentat gegen einen Polizeiposten in Urusgan konnte demnach vereitelt werden. Die Polizei habe die beiden Attentäter, die auf einem Motorrad unterwegs gewesen sein, erschossen.

Ebenfalls in Südafghanistan starb nach Angaben der NATO ein ISAF-Soldat bei der Explosion eines selbstgebauten Sprengsatzes. Die Nationalität des Soldaten wurde wie üblich nicht bekanntgegeben.

Das Platzieren von Sprengsätzen an Straßen ist eine Taktik der Taliban in ihrem Kampf gegen ausländische und afghanische Truppen. Die Taliban waren Ende 2001 durch einen Militäreinsatz der US-Armee gestürzt worden und kämpfen seither gegen die vom Westen unterstützte Regierung in Kabul.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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