Südafrika
Zuma droht neue Anklage

Der als kommender Präsident Südafrikas gehandelte Jacob Zuma muss sich möglicherweise erneut wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht verantworten. Im vergangenen Jahr war eine Anklage gegen ihn wegen Verfahrensfehlern fallen gelassen worden. Nun droht neuer Ärger.

HB JOHANNESBURG. Die Justizbehörden reichten eigenen Angaben zufolge beim Verfassungsgericht Dokumente ein, die belegen sollen, dass Zuma wesentlich höhere Summen in einem angeblichen Bestechungsfall erhielt als bisher angenommen. Das Ausmaß und die Schwere der Beschuldigungen habe zugenommen, hieß es in dem am Samstag bekanntgewordenen Dokument. Demzufolge soll Zuma mehr als dreimal so viel Geld erhalten haben, als bisher vermutet.

Zuma gilt als Favorit für den Vorsitz des regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), der in den kommenden Tagen auf einem Parteitag bestimmt werden soll. Es wird damit gerechnet, dass er seinen Rivalen, Präsident Thabo Mbeki, im Rennen um den Posten abhängen wird. Sollte Zuma das Amt erhalten, ist ihm die Wahl zum Präsidenten im kommenden Jahr so gut wie sicher. Wird er jedoch erneut wegen Bestechungsvorwürfen angeklagt, steht zu befürchten, dass der künftige Präsident noch vor Amtsantritt ins Gefängnis muss.

2006 wurde eine Anklage gegen Zuma wegen Verfahrensfehlern fallengelassen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Politiker damals vor, Geld von einer französischen Rüstungsfirma erhalten zu haben. Zuma musste sich zudem wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs vor Gericht verantworten, wurde aber freigesprochen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%