Südamerika Ausschreitungen überschatten Macron-Besuch in Französisch-Guayana

Im französischen Überseegebiet Französisch-Guayana haben Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten den Besuch des französischen Präsidenten überschattet. Wirtschaftliche und soziale Probleme prägen die Region.
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In Cayenne, der Hauptstadt des französischen Überseegebiets Französisch-Guayana, geraten Demonstranten und Polizeikräfte gewaltsam aneinander. Quelle: Reuters
Heftige Ausschreitungen

In Cayenne, der Hauptstadt des französischen Überseegebiets Französisch-Guayana, geraten Demonstranten und Polizeikräfte gewaltsam aneinander.

(Foto: Reuters)

CayenneZusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei haben einen Besuch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Überseegebiet Französisch-Guayana überschattet. Die Polizei habe am Donnerstagabend (Ortszeit) vor der Präfektur in Cayenne Tränengas eingesetzt, berichtete der Sender Guyane Première.

Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP warfen junge, oft vermummte Menschen Molotow-Cocktails und Wurfgeschosse, insbesondere in der Nähe des örtlichen Kommissariats. Fünf Menschen seien festgenommen worden, hieß es unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Hintergrund der Spannungen sind große wirtschaftliche und soziale Probleme des französischen Übersee-Départements in Südamerika. „Wir versuchen, zur Ruhe aufzurufen“, sagte Davy Rimane, Vertreter eines Protest-Kollektivs, nach Angaben der Zeitung „Le Monde“. „Das Volk ist verzweifelt, und Präsident Macron antwortet ihm mit Verachtung, mit Tränengas.“ Demonstranten hatten laut Medienberichten gefordert, noch am Abend mit Macron zu sprechen, sein Team bot aber nur ein Treffen am Freitag an.

Anfang des Jahres hatten Proteste Französisch-Guayana über Wochen lahmgelegt, bis die damalige Regierung mehr Geld für die Region in Aussicht stellte. Macron hatte kurz nach seiner Ankunft gesagt, er sei „nicht der Weihnachtsmann“. Auf Twitter schrieb er, dass die Zusage über 1,1 Milliarden Euro eingehalten werde. „Die Verpflichtungen werden eingehalten, nicht mehr, aber nicht weniger!“ In Französisch-Guayana leben etwas mehr als 250.000 Einwohner.

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  • dpa
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