Südamerika
Enge Kooperation mit dem Reich der Mitte

Chinas Regierungschef Wen Jiabao strebt eine langfristige politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Lateinamerika an. Die Volksrepublik will dazu Kredite in Milliardenhöhe vergeben. Welche Pläne China noch hat:
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Mexiko-StadtChina will seine Zusammenarbeit mit Lateinamerika intensivieren und eine langfristige politische und wirtschaftliche Kooperation mit der Region aufbauen. Die künftige Allianz solle strategischer Natur sein und über die Abnahme von Rohstoffen hinausgehen, sagte der chinesische Regierungschef Wen Jiabao zum Abschluss einer Südamerika-Reise. Wen stellte den Staaten Südamerikas eine Kreditlinie für den Ausbau der Infrastruktur in Höhe von acht Milliarden Euro in Aussicht. Zudem regte er einen Freihandelsvertrag zwischen China und den Staaten der Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) an. Auch auf politischer Ebene sollten die chinesisch-lateinamerikanischen Beziehungen intensiviert werden.
„Wir werden den Staaten der Region, die Interesse haben, eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen anbieten“, sagte der chinesische Regierungschef zum Ende seiner Reise, die ihn nach Brasilien, Argentinien, Uruguay und Chile geführt hatte. Neben der Kreditlinie für die Infrastrukturprojekte in Südamerika will sein Land einen Kooperationsfonds mit ganz Lateinamerika und der Karibik in Höhe von vier Milliarden Euro einrichten.
Das asiatische Land will seinen Handel mit Lateinamerika in den kommenden fünf Jahren auf 400 Milliarden Dollar verdoppeln. Vergangenes Jahr gingen laut Uno-Wirtschaftskommission für Lateinamerika (Cepal) 8,9 Prozent aller Exporte Lateinamerikas nach China. Umgekehrt importierten die Staaten der Region 13,8 Prozent ihrer Waren aus China. Zwischen 2005 und 2011 ist der Handel zwischen dem Reich der Mitte und Lateinamerika um 30 Prozent gewachsen.

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