Südkorea erhebt schwere Vorwürfe gegen das Nachbarland
Nordkorea soll Hacker-Hundertschaften beschäftigen

Computer-Netze in den USA, Südkorea und Japan liegen nach Angaben aus Seoul unter Dauerbeschuss von hunderten nordkoreanischer Hacker. Das kommunistische Land soll extra Einheiten zur Computer-Sabotage aufgebaut haben.

HB SEOUL. Außer Angriffen auf Computer sei es eine ihrer wichtigsten Aufgaben, an Geheiminformationen zu gelangen, zitierte am Montag die nationale Nachrichtenagentur Yonhap aus einem Bericht des Verteidigungsministeriums in Seoul an das Parlament. Bis zu 600 Hacker seien zu diesem Zweck in fünfjährigen Sonderkursen an Universitäten ausgebildet worden. Die nachrichtendienstlichen Aktivitäten des kommunistischen Landes hätten mittlerweile „das Niveau entwickelter Länder“ erreicht.

Bereits im Mai hatten südkoreanische Medien unter Berufung auf Sicherheitsbeamte über die Existenz von nordkoreanischen Hackereinheiten berichtet, die angeblich auf direkte Anweisungen von Machthaber Kim Jong Il arbeiten. Damals hieß es, Ziel der Angriffe nordkoreanischer Spezialisten seien insbesondere die Computersysteme von Behörden und Forschungsinstituten in Südkorea.

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