Südkorea
Japanische Politiker dürfen nicht einreisen

Drei Abgeordneten der japanischen Liberaldemokraten wurde die Einreise nach Südkorea verweigert. Grund ist ein Jahrzehnte alter Streit mit Japan um eine Inselgruppe, die von beiden Staaten beansprucht wird.
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SeoulVor dem Hintergrund eines seit Jahrzehnten schwelenden Streits mit Japan um eine Inselgruppe hat Südkorea drei Oppositionsabgeordneten des Nachbarlandes die Einreise verweigert. Die drei Mitglieder der Liberaldemokratischen Partei (LDP) seien am Montag nach ihrer Ankunft am Gimpo-Flughafen in Seoul aufgehalten worden, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Nach Berichten südkoreanischer Medien folgten sie zunächst nicht der Aufforderung der Einreisebehörde, wieder in ihr Heimatland zurückzufliegen.

Der Abgeordnete Yoshitaka Shindo habe Japans Ansprüche auf die Inselgruppe bekräftigt, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Die Inselgruppe wird von den Koreanern Tokdo, von den Japanern Takeshima genannt. Die drei Abgeordneten reisten privat. Seoul hatte das Verbot der seit längerem geplanten Einreise damit begründet, dass die Regierung nicht für ihre Sicherheit bürgen könne. Auch könne sich der Besuch „negativ auf die Beziehungen zwischen Korea und Japan auswirken“.

Die beiden Japaner Shindo und Masahisa Sato sowie die Japanerin Tomomi Inada hatten angekündigt, die Insel Ullung besuchen zu wollen, die rund 90 Kilometer westlich von Tokdo zwischen der koreanischen Halbinsel und Japan liegt. Tokdo gehört zum Verwaltungsbezirk von Ullung. Die kleine Felseninselgruppe wird von Südkorea verwaltet, das dort eine Polizeiwache aufgestellt hat. Beide Länder machen historische Gründe für ihre Besitzansprüche geltend. Die Felsen sind von reichen Fischgründen umgeben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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