Südkorea
Südkorea will Nordkorea 100 000 Tonnen Reis liefern

Trotz der heftig kritisierten Raketentests in Nordkorea im Juli hat Südkorea dem Nachbarland nach der jüngsten Überschwemmungskatastrophe weitere Hilfe mit 100 000 Tonnen Reis zugesagt. Außerdem soll das einmalige Hilfspaket Baumaterialien zur Behebung der Schäden und 100 Lastwagen umfassen.

dpa SEOUL. Trotz der heftig kritisierten Raketentests in Nordkorea im Juli hat Südkorea dem Nachbarland nach der jüngsten Überschwemmungskatastrophe weitere Hilfe mit 100 000 Tonnen Reis zugesagt. Zudem soll das einmalige Hilfspaket Baumaterialien zur Behebung der Schäden, 210 Lastwagen und andere Baufahrzeuge, 80 000 Decken und 10 000 Erste-Hilfe-Sets umfassen.

Das kündigte am Sonntag das Vereinigungsministerium in Seoul an. Bei den geplanten Transporten handele es sich „um Soforthilfe, die streng aus humanitären Gründen“ geleistet würde, sagte Vizeminister Shin Un Sang.

Die Lieferungen der Lebensmittel und anderen Hilfsgüter im Wert von insgesamt knapp 220 Mrd. Won (180 Mill. Euro) soll noch vor Ende dieses Monats beginnen. Seoul hatte bereits zuvor die Hilfsaktionen privater südkoreanischer Gruppen für Nordkorea mit zehn Mrd. Won unterstützt. Südkorea hatte nach den nordkoreanischen Raketentests am 5. Juli erklärt, vorerst keinen Reis und Düngemittel mehr nach Nordkorea zu schicken. Der abgeschottete Norden war jedoch an den Süden mit der Bitte heran getreten, Nahrungsmittel und Materialien zur Behebung der Schäden durch das verheerende Unwetter zu liefern.

Die koreanische Halbinsel war Mitte Juli von tagelangen monsunartigen Regenfällen heimgesucht worden, die Überschwemmungen im Norden wie Süden ausgelöst hatten. Die nordkoreanische Rot-Kreuzgesellschaft habe die Zahl der Todes- und Vermisstenopfer durch das Unwetter mit rund 150 angegeben, hieß es in dem Bericht des Vereinigungsministeriums in Seoul. Mitte Juli hatten die nordkoreanischen Medien von hunderten von Überflutungsopfern gesprochen. Nach Angaben der buddhistischen Hilfsorganisation „Good Friends“ in Südkorea kamen bei dem Unwetter womöglich zehntausende Menschen ums Leben oder wurden als vermisst gemeldet. Die Angaben der Gruppe sind aber unbestätigt.

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