International
Südliche EU-Staaten gemeinsam gegen illegale Einwanderung

Die Mittelmeer-Staaten der Europäischen Union und Portugal haben sich darauf verständigt, gemeinsam gegen die illegale Einwanderung im Mittelmeerraum vorzugehen. Gleichzeitig wollen sie den afrikanischen Herkunftsländern helfen.

HB TOULOUSE. Neue menschliche Dramen wie jüngst in Ceuta müssten vermieden werden, sagte der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy nach dem Treffen am späten Freitagabend in Toulouse. „Wenn wir uns heute nicht darum kümmern, werden es morgen Tausende sein.“

An der Konferenz nahmen auch die Außenminister Portugals, Spaniens, Italiens, Maltas, Griechenlands und Zyperns teil. Douste- Blazy schlug eine Arbeitsgruppe EU-Afrika zur Einwanderung vor. Die EU-Kommission solle Vorschläge zur Zusammenarbeit erarbeiten. Die südlichen EU-Staaten müssten flexibel bei konkreten Projekten kooperieren. Sie wollten den afrikanischen Staaten helfen, wegen der Korruption aber wissen, was mit ihrem Geld geschehe. Das bisherige Niveau des EU-Engagements (Euromed: 5,35 Mrd Euro in den Jahren 2000 bis 2006) müsse mindestens gewahrt bleiben.

Der italienische Außenminister Gianfranco Fini sagte, ohne eine gemeinsame EU-Politik könne kein Land die illegale Einwanderung meistern. Ähnlich argumentierte sein spanischer Amtskollege Miguel Angel Moratinos. Madrid hat eine EU-Afrika-Konferenz zur Einwanderung vorgeschlagen. Die Migration soll auch auf dem Gipfel der EU-Staaten und Mittelmeeranrainer Ende November in Barcelona zur Sprache kommen.

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