S&P, Fitch & Co Wie die EU die Rating-Riesen zähmen will

Die US-Ratingagenturen sind nicht erst durch die jüngste Panne von S&P im Fall Frankreich ins Zwielicht geraten. Auch in der Krise zogen die Bonitäts-Wächter Kritik auf sich. Die EU will dem Treiben ein Ende machen.
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EU-Kommissar Michel Barnier. Quelle: dapd

EU-Kommissar Michel Barnier.

(Foto: dapd)

DüsseldorfStandard & Poor's, Moody's und Fitch - wenn diese Namen fallen, sieht mittlerweile ganz Europa rot. „Sie haben die Finanzkrise nicht kommen sehen. Und jetzt wirft ihr Verhalten in der Euro-Schuldenkrise erneut ernste Fragen auf“, wetterte EU-Kommissar Michel Barnier vor wenigen Monaten. Für den Franzosen ist klar, die Regulierung der Ratingagenturen muss verschärft werden. Kommende Woche will Barnier seine Vorschläge der Öffentlichkeit präsentieren. Doch die Marschrichtung ist jetzt schon klar.

Soviel ist sicher: Den Agenturen geht es ans Leder. Was von Barniers Plänen bekannt wurde, verheißt jedenfalls nichts Gutes. Es dürfte das Geschäftsmodell der Ratingagenturen bis ins Mark erschüttern.

Barniers Offensive zielt auf fünf Punkte:

Zu allererst soll die übermäßige Abhängigkeit der Investoren von Ratings vermindert werden. Diese sind oft durch eigene oder gesetzliche Vorgaben gezwungen, bestimmte Anlagen nach einer Bonitätsherabstufung zu verkaufen. Für Banken sind Ratings außerdem zentral für die Berechnung des Eigenkapitals, das sie als Gegenposten zu Kreditrisiken vorhalten müssen.

Kritisch sieht Barnier außerdem die gängige Praxis bei der Bewertung von Staaten - hier reichte die Diskussion bis zu dem Punkt, Ratings von Krisenstaaten auszusetzen.

Außerdem haben die Regulierer mögliche Interessenkonflikte im Blick, die sich aus der Eigentümerstruktur der Agenturen ergeben könnten.

Auch soll der Wettbewerb verbessert werden. Der Markt wird von den drei Anbietern Moody's , Standard & Poor's und Fitch beherrscht.

Zudem wird geprüft, ob die Agenturen bei grober Fahrlässigkeit künftig haftbar gemacht werden könnten.

Auch Deutschland will den Ratingagenturen ans Leder
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5 Kommentare zu "S&P, Fitch & Co: Wie die EU die Rating-Riesen zähmen will"

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  • Für mich stellt sich die Frage: Wie kann es sein, dass S&P Frankreich aus Versehen herabstuft und darüber nur EINIGE KUNDEN informiert wurden. Das läßt darauf schliessen, dass das so Praxis ist. Das würde heißen - die Ratingagenturen haben Ratingempfänger erster und zweiter Klasse.

    Was bedeutet das? Einige Markteilnehmer wissen von Bonitätsveränderungen vor anderen - nochmal vereinfacht = Insiderhandel.

  • ...und wenn es regnet streichen wir uns den Himmel blau...

    Jedoch das Offensichtliche wird schlichtweg ignoriert.

    Frankreich betreibt einen finanzpolitischen Vernichtungskrieg gegen Deutschland und sucht die Hegemonie in Europa um jeden Preis.
    Die übrigen Med-Staaten nehmen die willkommenen Geschenke gerne mit.
    Deutschland muss seine Historie so verhasst sein, dass die Politiker lieber ein Millionenheer verarmter Mitbürger und eine verlorene Zukunft der Jugend in Kauf nehmen als die loyale Interessenvertretung des eigenen Volkes.

  • Ja klar. Der Dreckhaufen Brüssel muß schließlich erhalten bleiben und unter sich bleiben.
    Und wr ist dieser komische Kommmissionspräösident Barnier?
    haben wir den gewählt?
    Ich kann mich nicht erinnerm
    Aber macht ja nichts, im Sozialismus/Kommunisms wird nicht gewählt

  • wei man sieht, es geht doch.

    S&P will Geld sehen.
    Und wie gerade in Frankreich passiert, helfen 10 Mrd €, dass wahre Wunder (war ja nur ein Irrtum) vollbracht werden.

    die deppigen amis versuchten es mit Drohungen. Aber seit wann droht ne ameinse einem Elefanten. aber wenn die ameise ein paar Mrd. € auf den Tisch legt, sieht es schon anders aus.

  • Tolle Idee!

    Somit haben dann bald wieder alle Staaten in der EUDSSR ein AAA-Rating.

    Ganz im Sinne vom sozialistischen Brüssel.

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