Sunnitische Muslime dominieren
Hintergrund: Kirgisische Verfassung

Kirgisiens Verfassung orientiert sich an westlichen Vorbildern. Doch die Bürger haben Zweifel daran, ob sie fair umgesetzt wird. Gleichwohl galt Kirgistan einmal als liberalstes Land Zentralasiens.

HB DÜSSELDORF. Die zentralasiatische Republik Kirgisien ist mit 198 500 Quadratkilometern etwa halb so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Das Hochgebirgsland grenzt im Norden an Kasachstan, im Südosten an China, im Süden an Tadschikistan und im Westen an Usbekistan.

Die aus einer alten Karawanenstation hervorgegangene Hauptstadt Bischkek ist mit etwa 766 000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Bischkek wurde 1878 gegründet und hieß von 1926 bis zur Unabhängigkeit 1991 Frunse. Ausgedehnte Grünflächen und sowjetische Prunkbauten prägen das Bild der Reißbrettstadt.

Die Verfassung Kirgisiens orientiert sich an westlichen Vorbildern und sieht Gewaltenteilung vor. Staatspräsident Askar Akajew ist seit Bestehen der unabhängigen Republik im Amt. Seine ohnehin starke Stellung wurde 1998 weiter ausgebaut. Galt Kirgisien zunächst als liberalstes Land Zentralasiens, schlug Akajew in den vergangenen Jahren einen zunehmend autoritären Kurs ein. Er begründete das mit dem Kampf gegen islamistische Extremisten.

Die Mehrheit der knapp fünf Millionen Kirgisen bekennt sich zum sunnitischen Islam. Nachdem das Land die Unabhängigkeit von der Sowjetunion erlangt hatte, wanderten die meisten der rund 100 000 Deutschstämmigen in die Bundesrepublik aus. Kirgisien ist ein sehr armes Land. Trotz der Gebirgslage ist die Landwirtschaft der wichtigste Wirtschaftszweig.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%