Sunnitische Versammlung
Mindestens 47 Tote bei Bombenanschlag in Pakistan

Während einer religiösen Versammlung von sunnitischen Muslimen hat es am Dienstag in der südpakistanischen Hafenstadt Karachi einen verheerenden Bombenanschlag gegeben. Mindestens 47 Menschen kamen dabei ums Leben.

HB ISLAMABAD. Das berichtete der private Fernsehsender Geo unter Berufung auf Angaben des pakistanischen Innenministers Aftab Ahmed Khan Sherpao. Rund 50 weitere Teilnehmer der sunnitischen Feier zum Geburtstag des Propheten Mohammed seien verletzt worden. Zahlreiche Menschen wurden mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Die Explosion habe sich unter der Bühne ereignet, auf der Prediger zu der Menge von mehreren tausend Muslimen sprachen, meldete der TV- Sender. Der Hintergrund der Explosion war noch unklar. Der Innenminister der Provinz Sindh, Rauf Siddiqui, sagte, die Bühne sei vor Beginn der abendlichen Zeremonie von Sicherheitskräften kontrolliert worden. Vermutlich habe jemand die Bombe gelegt, nachdem die Prozession auf das Park-Gelände begonnen hatte. Die Veranstaltung war von der Sunniten-Partei Jamat Ahl-e-Sunnat organisiert worden. Ein Parteiführer sei unter den Todesopfern, hieß es. In den vergangenen Jahren war die Zehn-Millionen-Metropole Karachi häufig Schauplatz von Gewalttaten zwischen Sunniten und Schiiten. Zu der schiitischen Glaubensrichtung bekennen sich nur etwa ein Fünftel der pakistanischen Muslime.

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