Sunnitischer Geistlicher vermittelt
Neue Hoffnung für italienische Geiseln in Irak

Die italienischen Geiseln in Irak kommen womöglich bald frei. Laut Angaben des Roten Kreuzes hat sich ein Vermittler, der bereits bei den Japanern geholfen hatte, optimistisch geäußert.

HB BERLIN. Das Internationale Rote Kreuz hat nach eigenen Angaben die begründete Hoffnung, dass die italienischen Geiseln in Irak bald freikommen. Demnach habe ein führender sunnitischer Geistlicher sich zuversichtlich über eine baldige Freilassung der drei Männer geäußert, wie das Rote Kreuz am Freitag mitteilte.

Der Geistliche habe sich bereits erfolgreich um die Freilassung von drei japanischen Geiseln bemüht, hieß es.

US-Außenminister Colin Powell kritisierte unterdessen indirekt einen Friedensmarsch in Rom, bei dem Tausende Italiener die Freilassung der Geiseln gefordert hatten. Mit dem Marsch am Donnerstag hatten die Angehörigen der Geiseln auf Drohungen der Entführer reagiert, die drei Männer umzubringen, wenn die Italiener nicht gegen die Irak-Politik ihrer Regierung demonstrierten.

Powell sagte der italienischen Zeitung «La Stampa»: «Vermittelt nicht den Eindruck, nach einem Kompromiss zu suchen.» Dies käme der Botschaft gleich, dass sich Entführungen politisch auszahlten.

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