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Superbowl-Werbespot: Die mysteriöse Clint-Eastwood-Verschwörung

Clint Eastwood, Barack Obama und Chrysler - amerikanische Konservative wittern eine große Verschwörung zwischen Hollywood, dem Weißen Haus und einem US-Autobauer. Der Auslöser: Ein erfolgreicher Fernsehwerbespot.

Hier kommt Dirty Harry. Ein Bild aus dem Werbespot für Chrysler mit der Filmikone Clint Eastwood. Quelle: Reuters
Hier kommt Dirty Harry. Ein Bild aus dem Werbespot für Chrysler mit der Filmikone Clint Eastwood. Quelle: Reuters

Der Superbowl ist schon seit drei Tagen vorbei, aber eine Fernsehwerbung beschäftigt Amerika mehr denn je. Wenn beim US-Fernsehevent des Jahres Präsident Barack Obama, der einst insolvente Autobauer Chrysler und die Kinoikone Clint Eastwood aufeinander treffen, dann ist eine Menge Aufmerksamkeit garantiert - und viel Ärger gleich mit dazu. Vor allem bei den amerikanischen Konservativen. Die Republikaner toben - wegen einer zwei Minuten langen Fernsehwerbung.

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Mitten in der Halbzeit des Spiels zwischen den New England Patriots und den später siegreichen New York Giants trifft der Spot Amerika mitten ins Herz, gibt es Patriotismus pur. Niemand geringeres als Clint Eastwood - Dirty Harry, Oscar prämierter Regiesseur und seit seinem Film Gran Torino auch als aufrechter Detroiter Autowerker bekannt - hält den Amerikanern eine Predigt, wie sie vor allem die Amerikaner lieben.

Begleitet von dramatischer Musik und nicht minder beeindruckenden Bildern von Industriebrachen und leeren Straßen beschreibt Eastwood mit kehliger Stimme wie Amerika in der Wirtschaftskrise an sich selbst zweifelt - und sich wieder aufrappelt, so wie die Motor City aus Detroit.

Dass von da an der ein oder andere Chrysler oder Dodge durchs Bild rollt, ist natürlich kein Zufall: die Werbung ist ja schließlich auch von Chrysler, also genau dem Autobauer, der wie wohl kein zweites amerikanisches Unternehmen einen gnadenlosen Niedergang und ein fulminantes Comeback hinter sich hat. Und genau das ist für viele Konservative in den USA der Knackpunkt.

Denn Chrysler warwie der Konkurrent General Motors mit Staatshilfen gerettet worden, nachdem ein Absatzeinbruch im Zuge der Finanzkrise die amerikanische Autoindustrie an den Rand des Abgrunds gebracht hatte.  Das US-Finanzministerium hatte Chrysler Kredite in Höhe von 5,9 Milliarden Dollar spendiert - was der US-Regierung von Präsident Barack Obama massive Kritik von Seiten der Konservativen einbrachte. Und von Clint Eastwood. Der Filmstar hatte einem “Auto-Bailout” genauso wenig abgewinnen können wie der Bankenrettung.

  • 09.02.2012, 08:24 UhrAnonymer Benutzer: Karlheinz_Krass

    Man sollte bei der Rettung von Chrysler nicht den deutschen Beitrag durch die Fusion mit Daimler vergessen, der Chrysler rund 30 Mrd $ gebracht hat und Herrn Schrempp die Auszeichnung, einer der schlechtesten Manager aller Zeiten zu sein.

    Mehr in meinem Buch "Sklaven ohne Ketten".

  • 08.02.2012, 19:31 UhrAnonymer Benutzer: beam

    Video mit Gänsehautfeeling, was für ein Regisseur, Clint-Eastwood, ich hoffe er bleibt uns noch lange auf der Leinwand erhalten

  • 08.02.2012, 19:14 UhrAnonymer Benutzer: lollipop

    wussten wir es nicht alle?
    Amerikaner sind einfach die ausgefuchsteren Kommunisten.

    Newt, cmon thats 've been all?

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