Swift
Finanzdaten-Affäre zieht Kreise in Belgien

Die Affäre um den Transfer von vertraulichen Finanzdaten an die USA schlägt in Belgien Wellen. Nach Medienberichten sollen hochrangige Politiker und Nationalbank-Mitarbeiter davon gewusst haben.

HB BRÜSSEL. Wie mehrere belgische Zeitungen am Samstag berichteten, war die belgische Nationalbank darüber informiert, dass die im Brüsseler Vorort La Hulpe sitzende internationale Finanzdatenbank Swift im Antiterrorkampf Daten nach Washington übermittelte. Nach Angaben der Zeitungen „De Standaard“, „Het Volk“ und „Het Nieuwsblad“ informierte die belgische Notenbank auf informelle Weise Finanzminister Didier Reynders. „De Standaard“ schrieb, förmlich sei dieser aber nicht informiert worden. Auch Justizministerin Laurette Onkelinx soll von von US-Praktiken gewusst haben. Der liberale Premierminister Guy Verhofstadt hatte gesagt, er habe von der Sache erst aus der Presse erfahren.

Am Freitag war bekannt geworden, dass die US-Regierung Millionen von internationalen Geldüberweisungen kontrollierte. Ermittler verschafften sich dazu Zugang zu Swift-Daten. Nach US-Angaben wurden aber nicht Konten normaler Bürger, sondern Daten von Terrorverdächtigen überprüft. Der Datenknotenpunkt „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“ (Swift) wickelt den Finanzverkehr von etwa 7800 Geldinstituten in mehr als 200 Ländern ab.

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