Syrien
Assad bedauert Abschuss von türkischem Kampfjet

Nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets war es trotz aller Spannungen lange ruhig geblieben in Damaskus. Jetzt hat Syriens Staatschef Baschar al-Assad sich zerknirscht zu Wort gemeldet.
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Ankara/IstanbulSyriens Präsident Baschar al-Assad nach dem Abschuss eines türkischen Militärflugzeugs sein Bedauern geäußert. Erst nach dem Vorfall im Juni hätten die syrischen Stellen erkannt, dass es sich um ein türkisches Flugzeug gehandelt habe, sagte Assad in einem Interview der türkischen Zeitung "Cumhuriyet" vom Dienstag. Er werde nicht zulassen, dass sich die Spannungen zwischen beiden Ländern zu einem Krieg ausweiteten. Die türkische Regierung reagierte kühl und wies Assads Äußerungen als Propaganda zurück. In Syrien verschärften sich derweil die Kämpfe zwischen Assad-treuen Einheiten und Aufständischen. Menschenrechtler warfen dem syrischen Geheimdienst vor, zahlreiche Folterzentren zu betreiben.

Assad sagte in dem Interview, er wünschte, Syrien hätte die türkische Maschine nicht abgeschossen. Sollte das Flugzeug, wie es die Türkei darstellt, tatsächlich in internationalem Luftraum abgeschossen worden sein, habe er kein Problem damit, sich zu entschuldigen. Das Flugzeug habe aber eine Route benutzt wie zuvor israelische Flugzeuge. "Natürlich wäre ich glücklich gewesen, wenn es sich um ein israelisches Flugzeug gehandelt hätte", sagte Assad.

Die Türkei hatte nach dem Abschuss am 22. Juni entschiedene Maßnahmen angekündigt und Truppen an der Grenze zusammengezogen. Assad sagte, sein Land habe die Truppen an der Grenze zur Türkei nicht verstärkt und werde dies auch nicht tun - ungeachtet dessen, was der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan vorhabe.

Der stellvertretende türkische Ministerpräsident Bekir Bozdag bezeichnete Assads Äußerungen als wenig glaubhaft. Das Interview ziele offensichtlich nur darauf ab, für die türkische Öffentlichkeit in einem besseren Licht dazustehen. Mit dem Einsatz von Kampfjets an der Grenze zu Syrien demonstrierte die Türkei erneut militärische Stärke. Nachdem sich syrische Hubschrauber dem Grenzverlauf genähert hätten, seien sechs Flugzeuge vom Typ F-16 aufgestiegen.

Allen internationalen Vermittlungsversuchen zum Trotz hat die Gewalt in den vergangenen Wochen zugenommen. Am Montag und Dienstag beschossen Regierungseinheiten Rebellen-Stützpunkte in der Nähe von Duma, einem Vorort von Damaskus. Regierungstruppen nahmen die Rebellenhochburg zwei Tage nach der Erstürmung der Stadt erneut unter Feuer. Auch aus der Stadt Homs wurden wieder schwere Gefechte gemeldet.

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Menschenrechtler: Häftlingen Fingernägel ausgerissen

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  • ups, der hat den falschen Finger gestreckt.....

  • Man hat fast den Eindruck, der Westen versucht anti-islamistische Führer in der arabischen Welt zu entmachten.
    Irak, Lybien, Agypten, nun Syrien.

    So hat El Ghadaffi jahrelang die im Westen als AlQuaida bezeichneten islamistischen Radikalisten bekämpft.
    Und letztes Jahr wurde er vom Westen in Koalition mit diesen AlQuaida-Terroristen gestürzt. War sein Vergehen, für sein Wasserprojekt kein Geld von der Weltbank zu nehmen so schlimm, daß es die Zusammenarbeit mit diesen radikalen Islamisten rechtfertigt? Gleiches nun in Ägypten. Bald Syrien..

    Soll dort ein neuer Krisenherd geschaffen werden?

  • Was kommt als nächstes um einen Grund zu haben in Syrien zu "intervenieren" ???

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