Syrien
Cameron befürwortet Sanktionen

Seit Beginn des Aufstands gegen den syrischen Präsidenten Assad sind nach UN-Schätzungen mehr als 5000 Menschen getötet worden. Der britische Premier Cameron fordert nun Sanktionen und die UNO wagt neue Schritte.
  • 0

London/New YorkDer britische Premierminister David Cameron hat sich für den Fall eines weiteren gewaltsamen Vorgehens des Regimes in Damaskus für UN-gestützte Sanktionen gegen Syrien ausgesprochen.

Er hoffe auf eine Resolution des Sicherheitsrates, „die die Handlungen des Regimes verurteilt und internationale Sanktionen verhängt, sollte die Regierung ihre Repressionen nicht aufgeben“, teilte Camerons Büro in einer Stellungnahme mit.

Der Premierminister diskutierte die Situation in Syrien am Montag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.

Die Vereinten Nationen werden Beobachter der Arabischen Liga für einen Einsatz in Syrien ausbilden. Bereits in den kommenden Tagen solle das Training beginnen, sagte eine UN-Sprecherin am Montag in New York. Sie verwies auf ein Ministertreffen der Liga am Wochenende in Kairo, nach dem die Ausbildung starten solle.

Die Arabische Liga hatte einen formalen Antrag für das Training der Beobachter gestellt. Die Wirksamkeit der Beobachtermission der Liga, die seit dem 26. Dezember die Situation vor Ort überwachen soll, war zunehmend in Frage gestellt worden.

Die syrische Opposition wirft den Beobachtern vor, sich von der Führung in Damaskus vereinnahmen zu lassen. Am Donnerstag will die Mission ihren Bericht vorlegen, den die Außenminister der Liga am Samstag prüfen wollen.

Seit Beginn des Aufstands gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Mitte März 2011 sind nach UN-Schätzungen mehr als 5000 Menschen getötet worden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Syrien: Cameron befürwortet Sanktionen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%