Syrien-Einsatz
Obama bekommt Schützenhilfe von Republikanern

Im Ringen um eine Mehrheit für einen Militärschlag gegen Syrien bekommt US-Präsident Obama Hilfe von den Republikanern. Die einflussreichen Senatoren John McCain und Lindsey Graham wollen ihn im Kongress unterstützen.
  • 13

WashingtonNach seiner überraschenden Kehrtwende in der Syrien-Politik drängt US-Präsident Barack Obama die Kongressabgeordneten zu einem Votum für einen Militärschlag. Bei Gesprächen Obamas und seiner engsten Berater mit Vertretern von Senat und Repräsentantenhaus zeichnete sich am Montag jedoch Widerstand auf verschiedenen Ebenen ab: In den Reihen von Obamas Demokraten wurde die Befürchtung laut, die Pläne des Präsidenten für einen US-Einsatz in Syrien seien zu weit gefasst.

So verlangten demokratische Vertreter des Repräsentantenhauses, dass der Einsatz von Bodentruppen ausdrücklich ausgeschlossen wird. Sie bemängeln zudem, dass Obamas Gesetzesvorlage einen Angriff zeitlich und örtlich nicht genug eingrenze. Andere Abgeordnete - sowohl Demokraten, als auch Republikaner - wollen überhaupt keinen Militärschlag sehen.

Bei seinem Werben um politische Unterstützung für einen Militärschlag gegen Syrien kann Obama jedoch auf die Unterstützung zweier bedeutender republikanischer Senatoren bauen. Obama hatte John McCain, seinen Gegenkandidaten bei der Wahl 2008, sowie Lindsey Graham am Montag im Weißen Haus empfangen. Anschließend bekräftigten beide ihre Entschlossenheit zu einem Militärschlag, betonten aber auch, dass er US-Präsident gute Argumente brauche, um eine politische Autorisierung dafür zu erhalten.

„Wir haben noch immer große Bedenken“, sagte McCain nach dem Treffen. „Aber wir glauben, es entwickelt sich eine Strategie, um die Möglichkeiten der Freien Syrischen Armee zu stärken und die von Baschar Assad zu schmälern.“ Eine Niederlage bei der Abstimmung in der kommenden Woche wäre nach Ansicht beider Senatoren eine „Katastrophe“, die die Glaubwürdigkeit ihres Landes schwächen würde. „Wenn wir nicht richtig mit Syrien umgehen, wird es der Iran als Signal werten, dass wir uns nicht ernsthaft um dessen Atomprogramm kümmern“, so Graham.

Seite 1:

Obama bekommt Schützenhilfe von Republikanern

Seite 2:

McCain fordert Sturz Assads

Kommentare zu " Syrien-Einsatz: Obama bekommt Schützenhilfe von Republikanern"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Den USA kann man den Ueberfall auf Syrien nicht ausreden.Ob das Volk dagegen ist ,ist nicht wichtig.Ursache ist das die US der korrupteste Staat im Westen sind mit ihrem Wahlsystem wobei Kandidaten soviel Geld brauchen um gewaehlt zu werden,das sie in Haende von exzentrischen Miljardairen fallen mit fremden Liebhabereien (Waffenindustrie,Judenlobbies,usw).Anonyme Geschenke an Politikern sind ohne Beschraenkung zulaessig,siehe Welt.de 1/11/2010 Titel”Geld ist der Fluch der Politik in USA”,uebernommen von Kolumnist Dionne,Washington Post.Jetzt diktieren die Miljardaire wie gewaehlt werden muss.und muessen die Politiker teilweise ihre Schuld einloesen.Gegen Korruption helfen keine Argumente wie von Papst Franziskus der auf die Gefahr von Weltkrieg hindeutet oder Waffenexperte das chemische Waffenlager getroffen werden koennen mit verherenden Auswirkungen auf Menschen+Umwelt.Fuer die EU bedeutet dies hoechste Gefahrstufe,nicht einmischen,nur versuchen Feuer zu loeschen.In zukuenftiger Politik damit rechnen das die US nicht normal reagieren

  • Graham und McCain führende Neokonservative - "größer angelegten Militärschlag" auch Ziel der Israellobby


    Was das Handelsblatt in ihrem Artikel nicht erwähnt ist, dass John McCain und Lindsey Graham zwei führende N e o k o n s e r v a t i v e sind - jene in der Republikanischen Partei längst dominante Strömung- für die die Interessen Israels im Zentrum ihrer politischen Handels und Weltbildes stehen und die eng vernetzt ist mit der zionistischen Lobby.
    Siehe:http://www.kevinmacdonald.net/NeoconsDeutsch.htm

    Allein deren Engagement für einen, möglichst groß angelegten Militäreinsatz, ist Beweis, dass Israel und die organisierten jüdischen Verbände*, ein Interesse an einem Regimewechsel in Syrien haben.

  • Die US-Schmierenkömödie geht - ganz vorhersehbar - weiter...aus "limited and tailored" wird nun "full scale" !

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%