Syrien-Einsatz

Obama bekommt Schützenhilfe von Republikanern

Im Ringen um eine Mehrheit für einen Militärschlag gegen Syrien bekommt US-Präsident Obama Hilfe von den Republikanern. Die einflussreichen Senatoren John McCain und Lindsey Graham wollen ihn im Kongress unterstützen.
Update: 03.09.2013 - 00:31 Uhr 13 Kommentare
Die einflussreichen US-Senatoren John McCain (l.) und Lindsey Graham stellen sich hinter Obamas Syrienpläne - jedenfalls fast. Quelle: Reuters

Die einflussreichen US-Senatoren John McCain (l.) und Lindsey Graham stellen sich hinter Obamas Syrienpläne - jedenfalls fast.

(Foto: Reuters)

WashingtonNach seiner überraschenden Kehrtwende in der Syrien-Politik drängt US-Präsident Barack Obama die Kongressabgeordneten zu einem Votum für einen Militärschlag. Bei Gesprächen Obamas und seiner engsten Berater mit Vertretern von Senat und Repräsentantenhaus zeichnete sich am Montag jedoch Widerstand auf verschiedenen Ebenen ab: In den Reihen von Obamas Demokraten wurde die Befürchtung laut, die Pläne des Präsidenten für einen US-Einsatz in Syrien seien zu weit gefasst.

So verlangten demokratische Vertreter des Repräsentantenhauses, dass der Einsatz von Bodentruppen ausdrücklich ausgeschlossen wird. Sie bemängeln zudem, dass Obamas Gesetzesvorlage einen Angriff zeitlich und örtlich nicht genug eingrenze. Andere Abgeordnete - sowohl Demokraten, als auch Republikaner - wollen überhaupt keinen Militärschlag sehen.

Bei seinem Werben um politische Unterstützung für einen Militärschlag gegen Syrien kann Obama jedoch auf die Unterstützung zweier bedeutender republikanischer Senatoren bauen. Obama hatte John McCain, seinen Gegenkandidaten bei der Wahl 2008, sowie Lindsey Graham am Montag im Weißen Haus empfangen. Anschließend bekräftigten beide ihre Entschlossenheit zu einem Militärschlag, betonten aber auch, dass er US-Präsident gute Argumente brauche, um eine politische Autorisierung dafür zu erhalten.

„Wir haben noch immer große Bedenken“, sagte McCain nach dem Treffen. „Aber wir glauben, es entwickelt sich eine Strategie, um die Möglichkeiten der Freien Syrischen Armee zu stärken und die von Baschar Assad zu schmälern.“ Eine Niederlage bei der Abstimmung in der kommenden Woche wäre nach Ansicht beider Senatoren eine „Katastrophe“, die die Glaubwürdigkeit ihres Landes schwächen würde. „Wenn wir nicht richtig mit Syrien umgehen, wird es der Iran als Signal werten, dass wir uns nicht ernsthaft um dessen Atomprogramm kümmern“, so Graham.

McCain fordert Sturz Assads
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13 Kommentare zu "Syrien-Einsatz: Obama bekommt Schützenhilfe von Republikanern"

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  • Den USA kann man den Ueberfall auf Syrien nicht ausreden.Ob das Volk dagegen ist ,ist nicht wichtig.Ursache ist das die US der korrupteste Staat im Westen sind mit ihrem Wahlsystem wobei Kandidaten soviel Geld brauchen um gewaehlt zu werden,das sie in Haende von exzentrischen Miljardairen fallen mit fremden Liebhabereien (Waffenindustrie,Judenlobbies,usw).Anonyme Geschenke an Politikern sind ohne Beschraenkung zulaessig,siehe Welt.de 1/11/2010 Titel”Geld ist der Fluch der Politik in USA”,uebernommen von Kolumnist Dionne,Washington Post.Jetzt diktieren die Miljardaire wie gewaehlt werden muss.und muessen die Politiker teilweise ihre Schuld einloesen.Gegen Korruption helfen keine Argumente wie von Papst Franziskus der auf die Gefahr von Weltkrieg hindeutet oder Waffenexperte das chemische Waffenlager getroffen werden koennen mit verherenden Auswirkungen auf Menschen+Umwelt.Fuer die EU bedeutet dies hoechste Gefahrstufe,nicht einmischen,nur versuchen Feuer zu loeschen.In zukuenftiger Politik damit rechnen das die US nicht normal reagieren

  • Graham und McCain führende Neokonservative - "größer angelegten Militärschlag" auch Ziel der Israellobby


    Was das Handelsblatt in ihrem Artikel nicht erwähnt ist, dass John McCain und Lindsey Graham zwei führende N e o k o n s e r v a t i v e sind - jene in der Republikanischen Partei längst dominante Strömung- für die die Interessen Israels im Zentrum ihrer politischen Handels und Weltbildes stehen und die eng vernetzt ist mit der zionistischen Lobby.
    Siehe:http://www.kevinmacdonald.net/NeoconsDeutsch.htm

    Allein deren Engagement für einen, möglichst groß angelegten Militäreinsatz, ist Beweis, dass Israel und die organisierten jüdischen Verbände*, ein Interesse an einem Regimewechsel in Syrien haben.

  • Die US-Schmierenkömödie geht - ganz vorhersehbar - weiter...aus "limited and tailored" wird nun "full scale" !

  • Nachtrag: oder die HB-Redaktion übernimmt diese undankbare Aufgaben :o)

  • Ha! So kann es gehen (auch wenn die "syrischen" Hacker vermutlich eher deutlich nord-östlich von Syrien beheimatet sind):

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/03/syrische-hacker-legen-seite-der-us-marine-lahm/

    ".... und sich an die amerikanischen Soldaten gewandt. Sie sollten Obama die Gefolgschaft verweigern, denn der mache in Syrien gemeinsame Sache mit Al-Qaida."

    Das war ein kluger Schachzug. Denn für die Soldaten gilt nach Henry Kissinger: „Soldaten sind dummes Vieh, welches wir benutzen, um unsere außenpolitischen Interessen durchzusetzen."
    http://answers.yahoo.com/question/index?qid=20080829163144AAAY2UB

    Weil sie also nur Kanonenfutter sind, verstehen die Soldaten jetzt vermutlich nicht, warum die Al-CIA-Da, die sie in Afghanistan so fleißig bekämpfen mußten, weil sie seit 9-11 DER FEIND der USA sind, plötzlich in Syrien zu den Freunden und Kampfgenossen werden.

    Peinlicherweise muß ich hier gestehen, ich verstehe auch nicht, warum die Al-CIA-da jetzt plötzlich zu den Guten gehören, wo sie doch ein Jahrzehnt lang die schlimmsten aller Terroristen waren.

    Ich bin mir aber sicher, der Kriegsnobelpreisträger Obama kann es uns glaubhaft erklären. Und wenn nicht, dann haben wir ja noch "unsere" Bundesregierung und die US-gesteuerten Blockparteien als Kommunikationsinterface.

  • @BudEkins

    Oh ja, bestimmt. Die Ermorderung des US-Botschafters / Konsuls (oder was auch immer er war) in Benghasi soll ja auch im Zusammenhang stehen, mit dem Versuch, die an die Al-Kaida gelieferten Waffen/Flugabwehr-Raketen wieder einzusammeln.


  • Ob in paar Monaten ehemalige syrische Gasgranaten auf arabischen Basars käuflich neben Melonen rumliegen ?

    Hoffentlich haben westliche Assadgegner alles im Griff.

  • Nachtrag:

    es ist wichtig, die Schuldigen für den gesamten Syrienkonflikt ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren.

    Dies ist kein Bürgerkrieg (mehr). Er wurde von ausländischen Söldnern (die teilweise als Schlachtenbummler aus Libyen herangekarrt wurden) ausgelöst. Während es am Anfang durchaus eine Beteiligung der sunnitischen Bevölkerung gab, hat sich diese (auch nach der Amnestie durch die syrische Regierung) wieder gelegt, nachdem die Sunniten die Gräuel dieser Terroristen, auch an den eigenen Glaubensgenossen, gesehen haben.

    Was bleibt ist, daß die eine DESTABILISIERUNG des Staates Syrien durch ausländische Mächte ist - gewissermaßen schon ein militiärischer Angriff auf Syrien, wenn auch verdeckt.

    Die Verantwortung für ALLE TOTEN und die Flüchtlinge liegt daher bei den Aggressoren und diese müssen vor einem internationalen Gericht und in aller Öffentlichkeit bestraft werden - auch wenn sie gut in der US-Administration versteckt sind oder dem Haus Saud angehören!

    DIESE LEUTE DÜRFEN DAMIT NICHT DURCHKOMMEN.
    Sonst machen sie weiter. Kriegsverbrecher vor Gericht!

  • @Novaris

    Das sehe ich genauso und mir ist wirklich schleierhaft, wie irgendjemand, der die Sache verfolgt und die jüngere und auch ältere anglo-amerikanische Geschichte kennt (False-Flag), diese Einschätzung nicht teilen kann.

    Nicht erst seit dem Artikel von Gavlak ist es doch hochwahrscheinlich, daß die ausländischen Söldner, die "Rebellen" genannt werden, und deren saudische Finanziers hinter diesem Vorfall stecken - denn nur sie profitieren von einem US-Engagement (sprich Bomben).

    Eine milititärische Aktion auf dieser Basis ist ein glatter Bruch des Völkerrechts und ein reiner ANGRIFFSKRIEG gegen den Staat Syrien.

    Es gehört endlich die UN involviert und auch ein internationales Gericht etabliert, das diesen Vorfall untersucht und die Schuldigen feststellt.

    Nur so können wir vermeiden, daß sich solche Gräuel alle paar Monate wiederholen (das ist nicht der erste Giftgas-False-Flag; hier arbeitet jemand fleißig daran, daß die USA endlich LOSBOMBADIEREN können).

  • McCain ist ein bekennender kalter Krieger und bekannter Kriegshetzer - seine Äußerungen sind daher nicht überraschend (da spielt wohl auch das Traumer einer langjährigen Vietnam-Kriegsgefangenschaft mit).

    Solchen Leuten ist völlig egal, wer für den Gasangriff verantwortlich ist, vermutlich finden sie "False-Flag"-Angriffe völlig in Ordnung, Hauptsache man kann den Feind bombadieren. Und die Hinweise verdichten sich, daß es sich, wie bei den vorhergehenden Giftgas-Angriffen und den Granaten auf die Türkei um False-Flag-Angriffe handeln - um den US-Bombenterror zugunsten der "Rebellen" auszulösen.

    Es gibt aber unter den Republikaner auch durchaus vernünftige Stimmen, wie z.B. den letzten Rivalen für Mitt Romney bei den republikanischen Vorwahlen, Ron Paul:

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/mikael-thalen/ron-paul-syrischer-chemiewaffenangriff-erfolgte-unter-falscher-flagge-.html

    Der einflußreiche US-Sicherheitsexperte und Geostratege Brzezinski (eher den Demokraten zuzuordnen, aber definitiv eher ein FALKE) sieht die Sachlage ganz anders:

    http://www.veteransnewsnow.com/2013/06/17/224556-brzezinski-obama-syria-plan-is-chaos-baffling-a-mess-tragedy/

    https://www.youtube.com/watch?v=0SXBeMhIgFo

    In kurz: die USA sollen sich heraushalten, wie es auch u.a. die US-Bevölkerung (60% gegen einen Angriff) will.

    Eine Bombadierung auf dieser Basis ist gegen das Völkerrecht und daher ein Kriegsverbrechen. Der False-Flag-Gasgiftgas-Angriff sollte gründlich untersucht werden - und die Hintermänner gehören vor ein internationales Gericht, auch wenn sie dem Haus Saud oder der US-Administration angehören.

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