Syrien Assad marschiert in Aleppo ein

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Es fehlen Lebensmittel und Trinkwasser

Erste Fortschritte: Syrische Armee dringt in Rebellengebiet Aleppos vor

Die Armee und ihre Verbündeten gewannen am Montag unter anderem die Kontrolle über die Stadtteile Al-Sachur und Al-Haidarija, wie die Menschenrechtler meldeten. Nach russischen Militärangaben nahmen Regimekräfte zwölf Stadtviertel ein. Aktivisten aus der Stadt berichteten den ganzen Tag über von heftigen Luftangriffen. Russland ist Syriens wichtigster Verbündeter und bombardiert seit mehr als einem Jahr Ziele im Land, darunter auch immer wieder in Aleppo.

Den Regimegegnern droht nun in der seit Monaten umkämpften Stadt ein totaler Zusammenbruch. Sollte das Regime den bislang von der Opposition kontrollierten Osten Aleppos vollständig einnehmen, wäre das ein massiver Rückschlag für die Rebellen. In diesem Fall hätte die Regierung die Kontrolle über alle großen Städte zurückgewonnen. Der Fall Aleppos könnte ein Wendepunkt im Bürgerkrieg sein.

Im Osten Aleppos sollen nach Schätzungen noch rund 250.000 Menschen leben. Wegen der Blockade fehlt es in den Rebellengebieten akut an Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Strom und medizinischer Versorgung. Das internationale Rote Kreuz warnte, in dem eingekesselten Gebiet gingen die Nahrungsmittel zur Neige.

Nach heftigen Bombardierungen durch Syriens Regime und Russland sind der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) zufolge acht von neun Krankenhäusern außer Betrieb. Die lokale Rettungshilfsorganisation Weißhelme erklärte Aleppo zu einer „völlig zerstörten Stadt“, in der sich eine „humanitäre Katastrophe“ abspiele. Die Organisation habe fast alle Geräte zur Rettung von Zivilisten verloren.

Auch in anderen Teilen Syriens ist die Opposition auf dem Rückzug. Nach einem Abkommen mit dem Regime zogen rund 350 Rebellen mit ihren Familien aus dem Ort Khan Scheichun rund 20 Kilometer südwestlich von Damaskus ab, wie es aus Regierungskreisen hieß. Busse hätten sie in die von Rebellen kontrollierte Provinz Idlib im Nordwesten Syriens gebracht. Ihre Waffen hatten sie demnach zuvor abgegeben.

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  • dpa
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