Syrien
Iran übt vorsichtige Kritik an Assad-Regime

Der syrische Machthaber Assad gerät wegen des brutalen Vorgehens gegen Regimegegner immer stärker in die Isolation. Nicht nur der türkische Präsident übte Kritik sondern auch Syriens wichtigster Verbündeter.
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Beirut/IstanbulDer mit Syrien verbündete Iran hat seine Unterstützung für Präsident Baschar Assad bekräftigt, zugleich aber ein Eingehen auf „legitime Forderungen“ des Volkes gefordert. Die Arabische Liga äußerte sich am Sonntag zutiefst besorgt über das Blutvergießen und kündigte an, ihren Generalsekretär nach Damaskus zu schicken. Unterdessen gingen die syrischen Sicherheitskräfte erneut mit Gewalt gegen Kritiker des Regimes vor. Aktivisten zufolge wurde am Sonntag in einem Vorort der Hauptstadt ein Mensch von Scharfschützen getötet.

Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi warnte einem Bericht der halbamtlichen Nachrichtenagentur ISNA zufolge am Samstag, ein Rücktritt Assads werde in Syrien zu einem Machtvakuum führen, das eine Krise in der gesamten Region zur Folge haben könnte. Trotz der anhaltenden Unterstützung wurden erstmals auch kritische Töne aus Teheran laut. Im Jemen, in Syrien oder jedem anderen Land gebe es einige legitime Forderungen
des Volkes, auf die die betreffenden Regierungen so schnell wie möglich reagieren sollten, sagte Salehi.

Der Iran macht die USA und Israel für den Aufstand in Syrien verantwortlich. Die USA und andere Staaten haben wiederum dem Iran vorgeworfen, Assad bei der Niederschlagung des Aufstands zu helfen. Die Arabische Liga beschloss am Sonntag auf einer Sondersitzung in der ägyptischen Hauptstadt Kairo, ihren Generalsekretär Nabil Al Arabi nach Damaskus zu schicken, um über eine Lösung des Konflikts zu verhandeln.

In scharfer Form hat der türkische Präsident Abdullah Gül das syrische Regime kritisiert. Er habe wegen der anhaltenden Gewalt in Syrien das Vertrauen in die Führung in Damaskus verloren. Es sei ein Punkt erreicht, an dem auch Änderungen nichts mehr nützten oder zu spät kämen, sagte Gül der staatlichen Nachrichtenagentur Anatolien am Sonntag. „Es stimmt uns sehr traurig. Zunächst heißt es, es gebe keine Vorfälle mehr und dann sind wieder 17 Menschen tot.“

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Arabische Liga schickt ihren Generalsekretär nach Damaskus

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  • Iran übt vorsichtige Kritik an Assad-Regime
    Leise Kritik aus Iran an Syrien
    SYRIEN KONNTE DEN WEG IRANs GEHEN UND SICH D. KRITIK ENTLEDIGEN. DIE NÄCHSTE ISLAMISCHE REPUBLIK IST - NACH DEM LÄNGST DIE VORBEREITUNGSPHASE ABGESCHLOSSEN IST - KURZ VOR D. GRÜNDUNG. WETTEN? DIE FANATISCHE MULLAHs REDEN LEISE UND REALISIEREN DAS WAS SIE SAGEN: ES WAR IMMER SO.

  • Scheinheilige Solidarität Irans mit dem syrischen Volk...

    Die Forderungen der Arabischen Liga und insbesondere Irans sind nur eine plakative Aktion, die zwar an Syrien adressiert, tatsächlich jedoch an das eigene Volk gerichtet ist, um deren aufkommende Wut zu
    besänftigen.

    Iran kritisiert Syrien nicht aus Sorge um das syrische Volk. Es fürchtet eine zunehmende Solidarität des
    eigenen Volkes mit den Syrern. Und dass infolge dieser Solidarität auch die Iraner Parallelen zwischen der eigenen und der syrischen Regierung ziehen könnten. Sie fürchten, dass deren Empörung über Assad die Zahl der Regimegegner im eigenen Land wachsen lässt.

    Die Forderung der Arabischen Liga an Assad: "...einige legitime Wünsche des Volkes zu berücksichtigen", kann man angesichts Assads bisheriger Gewaltexesse gegen das Volk nur noch mit Kopfschütteln kommentieren.
    Dafür ist das syrische Regime schon viel zu weit gegangen. So naiv kann die Arabische Liga eigentlich nicht sein, zumal sie mit der Mentalität der arabischen Menschen besser vertraut ist, als die Europäer.

    Nach dem, was bisher geschehen ist wird kein Versprechen, kein Zugeständnis das syrische Volk davon abbringen, Assad und seine Komplizen tot oder wenigstens gestürzt zu sehen.

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