Syrien-Konferenz
Opposition will Assad ohne Waffen stürzen

Die syrischen Oppositionsgruppen haben sich zum Abschluss einer Konferenz in der Türkei auf Prinzipien für ihren Kampf gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad geeinigt.
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IstanbulNach Angaben eines Teilnehmers der dreitägigen Veranstaltung in der Stadt Antalya sind dies: Unterstützung der Proteste, Nein zu einer Bewaffnung der Demonstranten, Nein zum Zwist zwischen den verschiedenen
Religionsgruppen, Nein zu einer ausländischen Militärintervention.

Der Teilnehmer, der seinen Namen aus Angst vor Repressalien nicht veröffentlicht sehen wollte, erklärte, mehrere der rund 300 Delegierten hätten beschlossen, nicht nach Syrien zurückzukehren. Sie hätten Angst, nach ihrer Rückkehr verhaftet zu werden. Der von einigen Teilnehmern zu Beginn vorgebrachte Vorschlag, einen Übergangsrat zu bilden, so wie dies die Aufständischen in Libyen getan hatten, sei von der Mehrheit der Delegierten abgelehnt worden.

Die Demonstrationen der Demokratiebewegung in Syrien halten seit dem 18. März an, obwohl die Sicherheitskräfte zum Teil mit scharfer Munition und Artillerie auf die Protestierenden feuern. Nach Informationen aus Aktivistenkreisen wurden seit Mittwoch zahlreiche politische Gefangene freigelassen. Präsident Assad hatte am Dienstag eine Amnestie für politische Gefangene verkündet, die jedoch mit einigen Einschränkungen verbunden war.

Nach Angaben von Oppositionellen kam es direkt nach der Ankündigung im Zentralgefängnis der Stadt Aleppo zu einem Häftlingsaufstand, der jedoch später vom Wachpersonal niedergeschlagen wurde. Die syrische Opposition, zu der Islamisten, Linke, Liberale, kurdische Gruppen und einige Stammesführer gehören, war bislang relativ zerstritten.

Beobachter in Antalya bezeichneten die Konferenz, an der mehr als 300 Regimegegner teilnahmen, als „bislang wichtigstes Treffen der Opposition“. Nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter wurden seit Beginn der Unruhen 981 Zivilisten und 176 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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