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Syrien-Konflikt: Assad will sein Schweigen brechen

Syriens Präsident Baschar al-Assad will offenbar Vorschläge zum Ende des Blutvergießens in seinem Land machen. Zum ersten Mal seit mehr als einem halben Jahr wird er sich heute mit einer Rede an sein Volk wenden.

Syriens Präsident Assad bei einem Interview mit dem russischen TV-Sender Russia Today im vergangenen November. Quelle: dapd
Syriens Präsident Assad bei einem Interview mit dem russischen TV-Sender Russia Today im vergangenen November. Quelle: dapd

DamaskusNach Monaten des Schweigens will sich der syrische Präsident Baschar al Assad am heutigen Sonntag mit einer Rede an sein Volk wenden. Darin werde er über die jüngsten Entwicklungen in Syrien sprechen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur SANA.

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Nach Informationen eines syrischen Abgeordneten will Assad in der Rede Vorschläge für ein Ende des Blutvergießens machen. Demnach will Assad eine Waffenruhe, eine Regierungskoalition unter Einschluss von Oppositionsgruppen sowie Parlamentswahlen vorschlagen, zitierten syrische und libanesische Internetportale den Abgeordneten Scherif Schehada. Darüber hinaus wolle er eine Verfassungskommission einberufen. Assad wolle sich aber auch das Recht vorbehalten, bei der nächsten Präsidentenwahl wieder anzutreten.

Trotz des eskalierenden Bürgerkriegs war es zuletzt still um Assad geworden, seine bislang letzte öffentliche Ansprache hielt er im Juni vergangenen Jahres. In einem Interview des russischen Fernsehsenders Russia Today hatte er am 8. November gesagt, er wolle in „Syrien leben und sterben“.

Unterdessen lieferten sich Regierungstruppen und Aufständische am Samstag erneut schwere Gefechte im ganzen Land. Bei Kämpfen in der südlich der Hauptstadt Damaskus gelegenen Ortschaft Daraja seien zehn Menschen getötet worden, meldete die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Im Vorort Katana seien zudem bei Razzien der Regierungstruppen mehrere Anwohner festgenommen worden.

Arabische Welt

Seit den jüngsten Geländegewinnen der Aufständischen steht die syrische Regierung immer stärker unter Druck. Mit einer Offensive gegen Assads Machtzentrum im Herzen von Damaskus versuchen die Rebellen nun offenbar, eine Entscheidung im syrischen Bürgerkrieg zu erzwingen. Die Streitkräfte halten allerdings dagegen und starteten zuletzt eine Luft- und Bodenoffensive auf von Aufständischen gehaltene Vororte der Hauptstadt, darunter Daraja.

  • 06.01.2013, 14:50 UhrNico7777

    Am besten sehen Sie sich die rede im englischen von CNN oder RT an. Also was die Deutschen Medien daraus gemacht haben ist an frechheit nicht mehr zu überbieten

  • 06.01.2013, 12:06 UhrMarco99

    Hm also auf Spiegel Online hat er die Rede schon gehalten

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