Syrien-Konflikt
Kämpfe in Aleppo dauern an

Die Kämpfe um die syrische Wirtschaftsmetropole Aleppo dauern inzwischen länger als die Gefechte um die Hauptstadt Damaskus. Die Rebellen melden einzelne Geländegewinne in den umliegenden Gebieten.
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BeirutDen elften Tag in Folge haben sich syrische Regierungstruppen und Rebellen am Dienstag in der Wirtschaftsmetropole Aleppo heftige Gefechte geliefert. Wie Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilten, wurde die Rebellenhochburg Sachur im Nordosten der Millionenstadt bombardiert. In anderen Teilen der Stadt seien zudem Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen ausgebrochen.

Aus den umliegenden Gebieten meldeten Rebellen einzelne Geländegewinne, darunter die Stadt Al Bab und einen wichtigen Militärposten bei Anand. Die Einnahme des Checkpoints dürfte den Transport von Kämpfern und Versorgungsgütern zwischen Aleppo und der 50 Kilometer entfernten syrischen Grenze erleichtern.

Die syrische Armee weitet nach eigenen Angaben ihre Offensive gegen die Rebellen in der seit Tagen umkämpften Millionenmetropole Aleppo aus. Erstmals seit Tagen waren am Dienstag nach Angaben eines Reuters-Reporters über dem Osten der Stadt wieder Hubschrauber und heftiges Maschinengewehrfeuer zu hören. Die Aufständischen kontrollieren große Teile des Ostens des wirtschaftlichen Zentrums Syriens. Dort befinden sich auch Krankenhäuser und Kliniken, in die nach Angaben von Ärzten täglich Dutzende Verletzte eingeliefert werden. Zuletzt hatten sich die Kämpfe auf den südwestlichen Stadtbezirk Salaheddine konzentriert. Die syrische Armee erklärte am Montag, sie habe diesen zurückerobert, doch Rebellen wiesen dies zurück.

Der Kampf um Aleppo, die größte Stadt des Landes, dauert mit bislang elf Tagen inzwischen länger an als der Rebellenangriff auf die Hauptstadt Damaskus, den Regimetruppen diesen Monat abgewehrt haben. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind bereits 200.000 Menschen vor der Gewalt in Aleppo geflohen.

Nach einem Angriff der syrischen Streitkräfte auf einen Konvoi der internationalen Beobachter hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erneut zu einem sofortigen Ende des Blutvergießens im Land aufgerufen. Er sei tief besorgt, dass Damaskus jede Art von schwerem Gerät einsetze, darunter Kampfflugzeuge, Kampfhubschrauber und schwere Waffen, sagte Ban am Montag in New York. "Dies ist eine inakzeptable Situation. Jeden Tag werden mehr als 100 Menschen getötet", erklärte er. Mehr als zwei Millionen Menschen seien von der Gewalt betroffen. Noch mehr Kämpfe könnten nicht die Antwort sein. Ban warnte vor einem religiös motivierten Bürgerkrieg, der auch die Nachbarstaaten Syriens gefährden könnte.

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Ban fordert mehr Zusammenarbeit

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