Syrien-Konflikt
Nato dementiert Raketen-Stationierung in Türkei

Türkische Medien hatten berichtet, dass die Nato Abwehrraketen zum Schutz vor syrischem Beschuss in der Türkei aufstellen wolle. Die Nato dementiert dies jedoch.
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AnkaraDie Nato hat am Mittwoch Medienberichte dementiert, denen zufolge die Stationierung von Flugabwehrraketen des Typs Patriot in der Türkei beschlossen worden sei. „Derzeit liegt uns keine solche Bitte vor. Sollten wir eine solche Bitte erhalten, dann werden wir sie prüfen“, sagte eine Nato-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch in Brüssel.
Zuvor hatte in Deutschland die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf türkische Medienberichte gemeldet, der Außenminister Ahmet Davutoglu habe am Mittwoch erklärt, dass die Nato zum Schutz vor Beschuss aus Syrien auf dem Gebiet ihres Mitgliedslandes Türkei Patriot-Flugabwehrraketen stationieren wolle. Die Türkei wirbt seit längerem für eine ausländische Intervention in dem Konflikt, insbesondere für die Errichtung einer Flugverbotszone in Syrien.

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan wirft dem UN-Sicherheitsrat Untätigkeit vor. Das Land hat sich angesichts der zunehmenden Gewalt von einem Verbündeten zu einem der schärfsten Kritiker der Führung in Damaskus gewandelt. Mehrfach ist es an der 910 Kilometer langen Grenze bereits zu Scharmützeln gekommen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Syrien-Konflikt: Nato dementiert Raketen-Stationierung in Türkei"

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  • Es ist so lächerlich durchsichtig:

    'Der Beschuss aus Syrien' findet ganz mit Sicherheit NICHT von Regierungstruppen statt - sondern irgendwelchen willfährigen Idioten.

    Assads Truppen finden sicherlich genügend Ziele im eigenen Land die vorrangiger wichtig wären, als dass er die Türkei provozieren wollte.

    Nein, hier geht es nur darum, in Trippelschritten eine internationale Legitimation für ein aktives Einmischen und Eindringen der Türken in Syrien herbeizureden.

    Denn eines ist auch klar: Wenn da Nato-Truppen stehen, dann werden die im nächsten Schritt natürlich auch ein paar Granätchen abbekommen - und fertig ist die internationale Eskalation...

    Billige Kriegstreiber-Deppen. Die Türkei wird mit ihrem nationalen Großmachtstreben schon noch ordentlich auf die Schnauze fliegen - zuerst ab gehts steil nach oben auf der 'Boh sind wir mächtig'-Skala.

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