Syrien-Konflikt
Putin und Erdogan vereinbaren Gespräche

Während sich Russlands Außenminister Lawrow auf den Weg nach Genf begibt, um mit einem UN-Beauftragten über Syrien zu verhandeln, vereinbaren auch die Präsidenten Putin und Erdogan bei einem Telefonat weitere Gespräche.

MoskauIm Syrien-Konflikt haben Russland und die Türkei weitere Verhandlungen vereinbart. Dies besprachen die Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan bei einem Telefonat, wie der Kreml in Moskau am Donnerstag ohne Details mitteilte. Der Kontakt sei auf Wunsch der Führung in Ankara erfolgt. Syriens Partner Russland hatte zuletzt die türkische Offensive im Bürgerkriegsland kritisiert.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow reiste unterdessen der Agentur Interfax zufolge nach Genf. Der Chefdiplomat verhandele dort mit dem UN-Beauftragten für Syrien, Staffan de Mistura, hieß es.

Nach Angaben aus Washington soll Lawrow auch US-Außenminister John Kerry treffen. Ihre Beratungen wollen sie am Freitag fortsetzen. Kerry sei am Donnerstag aufgebrochen. Schon am Mittwoch hatte das russische Außenministerium erklärt, dass Lawrow und Kerry am Donnerstag und am Freitag zusammentreffen würden. Ein zweitägiges Treffen hatte das State Department jedoch nicht bestätigt.

Kerry will im Gespräch mit Lawrow eine landesweite Waffenruhe für Syrien, eine verbesserte humanitäre Versorgung für Notleidende sowie eine Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen erzielen. Seit dem 26. August hatten die beiden sich schon dreimal zu Gesprächen über Syrien getroffen - einmal in Genf und zweimal am Rande des G20-Gipfels im chinesischen Hangzhou. In den vergangenen zwei Tagen telefonierten Kerry und Lawrow nach Angaben des US-Außenministeriums vier Mal.

Am Donnerstagabend war Lawrow in Genf mit dem UN-Sondergesandten für Syrien, Staffan de Mistura, zusammengetroffen. Die Begegnung der beiden in einem Hotel in der Stadt in der Schweiz dauerte etwa eine Stunde. Details wurden zunächst nicht genannt.

Moskau ist ein wichtiger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Russland fliegt seit knapp einem Jahr Luftangriffe, um die Assad-Truppen zu stärken. Die USA unterstützen Rebellen, die für einen Sturz des syrischen Staatschefs kämpfen. Washington hat Assad zum Abgang aufgerufen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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