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Syrien-Konflikt: Rebellen greifen Militärflughafen an

Um die Attacken mit Kampfflugzeugen auf Aleppo zu verhindern haben syrische Rebellen einen nahegelegenen Militärflughafen angegriffen. Unterdessen soll es in Damaskus zu einem neuen Massaker gekommen sein.

Der Konflikt in Syrien droht zu einem Stellvertreterkrieg zu werden. Quelle: AFP
Der Konflikt in Syrien droht zu einem Stellvertreterkrieg zu werden. Quelle: AFP

BeirutIm Nordwesten der umkämpften Wirtschaftsmetropole Aleppo haben syrische Rebellen am Donnerstag einen wichtigen Militärflughafen unter Beschuss genommen. Die Aufständischen attackierten mit einem eroberten Panzer den Flughafen von Menagh, von dem Flugzeuge und Helikopter für Angriffe auf Aleppo starteten, teilte die Syrische Beobachtungstelle für Menschenrechte mit. Nach ihren Angaben verübten Regierungstruppen ein Massaker mit 43 Toten.

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Ein AFP-Reporter hörte aus Richtung des Flughafens Explosionen. Rebellen sagten ihm, sie wollten den Flughafen erobern, da von dort Angriffe auf Aleppo geflogen würden. Seit Tagen toben heftige Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt im Nordwesten des Landes. Eigenen Angaben nach kontrollieren die Aufständischen inzwischen die Hälfte der Stadt sowie weite Teile des Umlands. Derzeit versuchen sie, die Zentralen des Geheimdiensts in der Stadt unter ihre Kontrolle zu bringen.

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Nach Angaben der in London ansässigen Beobachtungsstelle richteten Regierungstruppen in der Ortschaft Dschdaidet Artus südwestlich von Damaskus ein Blutbad an. Demnach nahmen die Sicherheitskräfte am Mittwoch bei einer Razzia rund hundert junge Menschen fest. Sie seien zu einer Schule gebracht und dort gefoltert worden. Am Donnerstagmorgen seien dann die Leichen von 43 Opfern gefunden worden, teilweise seien sie gruppenweise exekutiert worden.

Insgesamt wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle allein am Mittwoch 163 Menschen in Syrien getötet, unter ihnen 98 Zivilisten. Seit Mittwochabend waren in Aleppo demnach die Mobilfunknetze und das Internet abgeschaltet, was auf eine bevorstehende Armeeoffensive hindeuten könnte. UN-Beobachter erklärten, die Armee habe am Mittwoch erstmals Kampfflugzeuge über Aleppo eingesetzt, und die Rebellen hätten erstmals Panzer erobert.

Die US-Fernsehsender NBC und CNN berichteten derweil, US-Präsident Barack Obama habe dem Auslandsgeheimdienst CIA die verdeckte Unterstützung der syrischen Aufständischen erlaubt. Das Weiße Haus wollte die Berichte nicht kommentieren, stritt aber nicht explizit ab, dass die Rebellen verstärkt mit Geheimdienstinformationen versorgt würden. Es gab jedoch keinen Hinweis darauf, dass die US-Regierung ihnen auch Waffen liefern wolle.

  • 04.08.2012, 12:33 Uhrgrossi01

    Wie kann Assad bei seinem Volk beliebt sein, wenn er es abschlachtet? Wo doch Alawiten, also Schiiten in der Minderheit sind gegenüber den Sunniten, dem größten Teil der Bevölkerung???!! Als es die ersten Massaker an Frauen und Kindern gab, da war die Art der verwendeten Waffen klar der Regierungsarmee zuzuschreiben....

  • 03.08.2012, 18:14 UhrTabu

    Kastriert diese Massen an bewaffneten Psychopathen
    doch einfach..dann ist irgendwann Schluß mit Blutbädern
    und Massakern..
    In jedem Krieg,zehntausende von blutrünstigen Irren.
    Als ob Frauen und Kinder nicht schon genug im privatem
    Bereich ihr Inferno erleben..nun auch noch die geballte
    Ladung Testosteron für alle..
    10.000 Jahre Mord und Totschlag..

  • 03.08.2012, 09:21 UhrFischersFritz

    fischer warnt sicher nicht vor religiösen konflikten, sondern eher vor wirtschaftlichen konflikten der westmächte, die sich über die staaten nordafrikas streiten wie zwei kinder um ein feuerwehrauto zum spielen.

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