Syrien-Konflikt
Russland stoppt Waffenlieferung für Assad

Russland reagiert auf die anhaltende Gewalt in Syrien. Eine geplante Lieferung von 40 Kampfflugzeugen wurde auf Eis gelegt. Unterdessen berichtet Kofi Annan von einer ersten Einigung mit Staatschef Assad.
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Moskau/Beirut/DamaskusRussland will vorerst keine Kampfflugzeuge vom Typ Yak-130 nach Syrien liefern. Die für die militärische Zusammenarbeit zuständige Behörde begründete die Entscheidung einem Medienbericht zufolge mit der ungelösten Krise in dem Nahost-Land.

Die Nachrichtenagentur RIA zitierte den stellvertretenden Behördenchef Wjatscheslaw Dschirkaln am Montag mit den Worten, es wäre verfrüht, jetzt über die Lieferung von Flugzeugen nach Syrien zu reden. Dschirkaln äußerte sich auf der Luftfahrtschau im britischen Farnborough.

Russland soll Ende vorigen Jahres mit Syrien einen Vertrag über die Lieferung von 40 Schulungsflugzeugen vereinbart haben. Bislang hatte Russland das Geschäft im Wert von 550 Millionen US-Dollar (derzeit etwa 448 Millionen Euro) stets verteidigt. Es gebe kein bindendes Waffenembargo gegen Syrien. Dessen Präsident Baschar al-Assad geht seit Anfang 2011 mit massiver Gewalt gegen einen Volksaufstand vor.

Der internationale Syrien-Gesandte Kofi Annan hat sich nach eigenen Angaben nun mit dem syrischen Staatschef auf ein Vorgehen zur Beendigung der Gewalt verständigt. Diese Überlegungen wolle er nun den Rebellen vorlegen, sagte Annan am Montag nach einem Treffen mit Assad in Damaskus. Am Wochenende hatte Annan noch ein Scheitern seiner Bemühungen um ein Ende der Gewalt in Syrien eingeräumt.

Vor dem Treffen war es in Damaskus zu Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Rebellen gekommen. Bewohner der syrischen Hauptstadt berichteten von Gewehrfeuer und Explosionen nahe dem zentralen Abbasiden-Platz. „Schwere Explosionen haben unsere Häuser erschüttert und die Kinder erschreckt“, sagte ein Anwohner, der anonym bleiben wollte.

Der Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Annan, war am Sonntag in Damaskus eingetroffen. In einem am Samstag veröffentlichten Gespräch mit der französischen Zeitung „Le Monde“ hatte Annan eingeräumt, dass sein Friedensplan bislang keinen Erfolg gehabt habe. Am Mittwoch soll Annan den Uno-Sicherheitsrat über seine inzwischen dritte Reise nach Syrien seit der Ernennung zum Sondergesandten unterrichten.

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Syrische Opposition kritisiert Annan

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