Syrien-Krieg
Paris und London wollen UN-Untersuchung von Chemiewaffen-Vorwürfen

In Syrien berichteten sowohl Opposition wie auch Regierungsvertreter von angeblichen Giftgasangriffen. Westliche UN-Vertreter wollen eine Untersuchungskommission einsetzen.
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New YorkDie Vereinten Nationen sollen nach dem Willen von Großbritannien und Frankreich den angeblichen Einsatz von Giftgas im syrischen Bürgerkrieg untersuchen. Ihre Regierungen würden UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auffordern, eine unabhängige Untersuchungskommission zu entsenden, sagten die UN-Botschafter beider Länder am Mittwochabend nach einer Beratung des Sicherheitsrates in New York.

Auch die USA fordern eine solche Untersuchung. Bei einem Besuch in Israel nannte US-Präsident Barack Obama einen solchen einen „ernsten und dramatischen Fehler“. Zuvor hatte Syrien selbst solch eine Ermittlung vorgeschlagen. Russland ist hingegen ablehnend.

Die syrische Regierung und die Rebellen werfen sich gegenseitig vor, am Dienstag in den Gegenden von Damaskus und Aleppo Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Beide Seiten forderten bereits eine internationale Untersuchung der Vorwürfe durch eine Expertengruppe vor Ort.

Russland, das zu den letzten Verbündeten von Syriens Machthaber Baschar al-Assad gehört, setzt sich allerdings dafür ein, dass nur die Anschuldigungen gegen die syrischen Aufständischen untersucht werden. Eine entsprechende offizielle Anfrage Russlands wurde Ban am Mittwoch übermittelt. „Ich hoffe, der Generalsekretär wird diese Aufforderung schnell beantworten“, sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin vor Journalisten.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Syrien-Krieg: Paris und London wollen UN-Untersuchung von Chemiewaffen-Vorwürfen"

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  • Erst einmal muss geklärt werden, warum die deutschen Medien seit dem 18.01.2013 darüber schweigen, das der Granaten-Angriff auf die Türkei offensichtlich inszeniert war, da es Granaten aus dem NATO-Bestand waren und damit offensichtlich von "Rebellen" abgefeuert wurden und nicht von der syrischen Armee!

    Siehe dazu:
    http://www.dersoldat.at/uploads/files/Milizarchiv/2013/der_soldat_2013_01_09.pdf

    Siehe linke Seite, ganz unten

    Zitat: "Türkei
    Jene Werfergranate aus Syrien, die fünf Türken tötete,
    stammt eindeutig aus NATO-Beständen. Es scheint so,
    als hätte das NATO-Mitglied Türkei die syrischen Aufständischen mit Waffenlieferungen unterstützt. Allerdings müssten diese Lieferungen mit anderen NATO-Staaten abgestimmt sein."

  • @Santos
    Ihresgleichen haben die Syrer das Desaster ja zu verdanken....und sich jetzt als "Retter'' aufspielen. Mann, Mann, das ist an Zynismus kaum zu toppen. Menschen wie Ihnen kann ich nur raten:Charterflug nach Antalya, Bus an die Grenze und schon kann das frohe Schlachten von Christen und Alewiten losgehen. Die koennen Sie sicher brauchen!


  • Und wieder melden sich zwei der Hauptanstifter des Syrienkrieges.
    Der Buergerkrieg in Syrien ist von langer Hand geplant von USA+Israel+Europa.Agenten+Kaempfer sind schon vor 5 Jahren ausgebildet aus den Reihen von syrischen Aufstaendischen,also bekannt mit Sprache+Situation vor Ort.Die Planer haben nie gedacht dass der Assad mit Hilfe seiner Bevoelkerung solange standhalten wuerde.Deshalb muss jetzt etwas anderes passieren um Syrien unter Kontrolle zu bringen.Jetzt wird die Nato aktiviert,muessen in die Tuerkei Rakete aufgestellt werden,und findet man natuerlich Giftgas als Anlass fuer den Krieg(etwas aenliches als in Irak). Die Nato muss schnellstens in eine europaeische Organisation geaendert werden um von den Kriegstreibern loszukommen

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