Syrien-Krise
Obama ringt um Zustimmung für Militärschlag

Der Rückhalt für einen Militäreinsatz der USA gegen Syrien bröckelt. In der Heimat regt sich Widerstand, international wird gemauert. Die Zeit drängt für Obama – jetzt schauen alle nach St. Petersburg.
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WashingtonVor dem G20-Gipfel sucht US-Präsident Barack Obama unter Hochdruck Unterstützer für einen Militärschlag gegen Syrien. Doch Russland fordert klare Beweise für einen Giftgaseinsatz der dortigen Regierung ein, und China beharrt auf die Einbindung der Vereinten Nationen. Im eigenen Land weht Obama zudem Gegenwind im Kongress entgegen, den er überraschend um Zustimmung für ein Eingreifen gebeten hatte.

Syrien warnte die USA am Montag erneut vor einem Angriff. Ein Militärschlag unterstütze nur das Terrornetzwerk Al-Kaida und dessen Ableger, sagte der stellvertretende syrische Außenminister Faisal Mekdad dem britischen Sender BBC. Ein Eingreifen der USA werde den „Hass auf die Amerikaner“ verstärken und den gesamten Nahen Osten destabilisieren.

Mekdad wiederholte die Darstellung des Regimes, wonach nicht die Regierungstruppen, sondern die von den USA unterstützten Rebellengruppen für die Angriffe mit chemischen Waffen verantwortlich seien. Eine der Führung in Damaskus nahestehende Hackergruppe attackierte derweil eine Internetseite des US-Militärs und platzierte dort eigene Propaganda.

Die USA werfen dem Regime von Präsident Baschar al-Assad vor, am 21. August in der Nähe der syrischen Hauptstadt das Nervengas Sarin in Siedlungen eingesetzt zu haben, die von Rebellen gehalten werden. Dabei sollen mehr als 1400 Menschen getötet worden sein. Die Ergebnisse der am Wochenende aus dem Land gereisten UN-Chemiewaffeninspekteure liegen erst Mitte September vor.

Obama hatte am Wochenende seine Entscheidung über einen Militärschlag aufgeschoben und überraschend angekündigt, vorher den Kongress zu konsultieren. Die Sommerpause der Abgeordneten und Senatoren endet offiziell am 9. September.

Doch das Werben um sie hat bereits begonnen: 83 US-Abgeordnete unterbrachen am Wochenende ihre Sommerpause und eilten nach Washington, um sich hinter verschlossenen Türen von Vertretern der Sicherheitsbehörden über die Lage in Syrien informieren zu lassen, wie die „Washington Post“ am Montag berichtete.

Einige Kongressmitglieder bezweifeln, dass der von Obama favorisierte kurzzeitige Militärschlag sinnvoll und effektiv ist. Sie befürchteten, dieser würde die USA nur tiefer in den Konflikt hineinziehen. Die „New York Times“ berichtete, das Weiße Haus wolle den Abgeordneten und Senatoren vor Augen führen, dass eine fehlende Unterstützung für die Intervention nur Feinde Israels wie den Iran und die mit ihm verbündete libanesische Hisbollah ermutigen würde.

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  • Source: http://www.eutimes.net/2013/08/putin-orders-massive-strike-against-saudi-arabia-if-west-attacks-syria/
    (this is only one of hundreds of links that I could provide, if
    desired, but I guess that's not a good idea ...)

    Obama to unleash WW3?! Report: Putin Orders Massive Strike Against
    Saudi Arabia If West Attacks Syria:

    http://www.liveleak.com/view?i=632_1377642260

    A grim “urgent action memorandum” issued today from the office of
    President Putin to the Armed Forces of the Russian Federation is
    ordering a “massive military strike” against Saudi Arabia in the event
    that the West attacks Syria.

    According to Kremlin sources familiar with this extraordinary “war
    order,” Putin became “enraged” after his early August meeting with
    Saudi Prince Bandar bin Sultan who warned that if Russia did not
    accept the defeat of Syria, Saudi Arabia would unleash Chechen
    terrorists under their control to cause mass death and chaos during
    the Winter Olympics scheduled to be held 7-23 February 2014 in Sochi,
    Russia.

    Lebanese newspaper As-Safir confirmed this amazing threat against
    Russia saying that Prince Bandar pledged to safeguard Russia’s naval
    base in Syria if the Assad regime is toppled, but he also hinted at
    Chechen terrorist attacks on Russia’s Winter Olympics in Sochi if
    there is no accord by stating: “I can give you a guarantee to protect
    the Winter Olympics next year. The Chechen groups that threaten the
    security of the games are controlled by us.”



    Prince Bandar went on to say that Chechens operating in Syria were a
    pressure tool that could be switched on and off. “These groups do not
    scare us. We use them in the face of the Syrian regime but they will
    have no role in Syria’s political future.”

    London’s The Telegraph News Service further reported today that Saudi
    Arabia has secretly offered Russia a sweeping deal to control the
    global oil market and safeguard Russia’s gas contracts, if the Kremlin
    backs away from the Assad regime in Syria, an offer Putin replied to

  • Westliche gleichgeschaltete "Freie [F|P]resse": Ich kann eure Luegenhetze nicht mehr ertragen. Nicht nur fuehle ich mich stellvertretend fuer alle ehemaligen DDR-Buerger grob betrogen, sondern ich persoenlich habe nun endgueltig genug von eurer Kiegspropaganda und wandere nun endgueltig nach Russland aus. Auf Wiedersehen: Nicht notwendig.

  • Politik (Machtausübung) und Religion (Machterhalt)

    So wie ein Theologe kein Theologe mehr sein kann, wenn er die Heilige Schrift verstanden hat, wird die Machtpolitik nicht mehr nachgefragt, sobald die Marktwirtschaft (Paradies) durch eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Erbsünde) befreit ist:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

    Es stellt sich also die Frage, wer die Kriegstreiber sind – Politiker und Prediger, die gar nicht wissen, was sie tun, oder so genannte Journalisten, die das dumme Geschwätz von Politikern und Predigern noch immer nachfragen?

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