International

_

Syrien-Krise: Zerstörung der Chemiewaffen „nahezu unmöglich“

Syrien will angeblich sein Giftgas-Arsenal vernichten lassen. Doch Experten sind skeptisch, dass das Vorhaben durchgesetzt werden kann. Das Problem: Der syrische Staatspräsident Assad und sein Clan sind unberechenbar.

Düsseldorf.Der syrische Präsident und studierte Arzt Baschar al-Assad sagte einmal in einem Fernsehinterview im Jahr 2009, die Medizin sei eine Berufung, bei der man keinen Fehler machen dürfe. Immerhin gehe es dabei um die Gesundheit des Menschen. Vier Jahre später, am 21. August, schlugen mehrere Raketen in die Vororte der Hauptstadt Damaskus ein. In wenigen Stunden starben hunderte Menschen, vor allem Kinder. Durch das Nervengas produzierte der Körper zu viel Schleim, an dem die Opfer später erstickten.

Anzeige

Die USA vermuten Assads Truppen hinter dem Anschlag, doch ein militärischer Vergeltungsschlag scheint vorerst abgewendet. Nachdem Moskau am Montag das syrische Regime aufgefordert hatte, die Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen, sagte der syrische Außenminister Walid al-Muallim zu, Vertretern Russlands und anderer Staaten die Anlagen zu zeigen: „Wir sind bereit, anzuzeigen, wo sich die chemischen Waffen befinden und die Produktion zu stoppen“, versprach Muallim.

Syrien-Krise Kommission fordert politische Lösung in Syrien

Die Beendigung der Syrien-Krise sei dringender denn je, warnt die Untersuchungs-Kommission. Gleichzeitig schließt sie eine militärische Lösung des Konflikts aus. Merkel sieht indes einen Hoffnungsschimmer.

Syrien-Krise: Kommission fordert politische Lösung in Syrien

Eine diplomatische Lösung scheint also möglich – wäre da nicht Assad. „Das System Assad ist die Herrschaft eines Familienclans. Alle politischen und wirtschaftlichen Schlüsselpositionen wurden von Mitgliedern oder Vertrauten dieser Clique besetzt“, erklärt Josef Janning, Experte für internationale Beziehungen der Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik (DGAP). Das Problem sei dabei, so Janning, dass Assad niemals eine Chance hätte, wiedergewählt zu werden. „Assad ist Alevit und gehört damit zu einer Minderheit. Die meisten Syrer sind Sunniten. Sie würden auch nur einen Sunniten wählen.“

Um seine Macht zu erhalten, werde Assad daher den Prozess in jedem Fall verzögern, so der Experte. Und selbst wenn Syrien sämtliche Standorte der Chemiewaffen den internationalen Partnern bekannt machen würde – „Chemiewaffen sicher in- oder außerhalb Syriens zu vernichten ist logistisch nahezu unmöglich, solange dort Bürgerkrieg herrscht“, sagt Janning.

Möglich wäre auch, dass der Regierungschef nicht alle Orte, an denen Chemiewaffen lagern, bekannt gibt. „Assad wird Gründe finden um Zeit zu gewinnen, und sei es der Vorwurf, dass der Westen die oppositionellen Krieger unterstütze.“

Experten schätzen, dass das Regime rund 1000 Tonnen an chemischen Kampfstoffen bereithält. Es ist eines der größten Arsenale der Welt. Darunter sollen sich vor allem Senfgas und das Nervengas Sarin befinden. Hinzu kommen jede Mengen Bomben, Raketen und Artilleriegeschosse als Trägersysteme.

  • 12.09.2013, 08:16 UhrShadhajuuhpioky

    @Santos
    @hanfnersp
    >>Hafnersp postet hier so viel Müll den ganzen Tag...

    erklärt aber dabei an niemanden zu welche Radikalisierung er sich bekennt.

    Dann könnte man ebenso Müll aus dem Internet gegen hafnersp suchen und gegen hafnersp posten.



    Na hafnersp geben Sie uns doch die Richtung die hinter ihren 24 Stunden-Service an Verbreiterung von hetze und hass gegen die USA und gegen Israel steckt.

    Also mein lieber hafnersp, wachen sie endlich mal aus ihrem Wahn auf, und erkennen sie, dass sie nicht den Retter für Wittwen und Waisen spielen müssen... Ich denke sie sind ein Antisemit, oder in Ihrer Sprache ein Anti-Zionist, richtig?

  • 12.09.2013, 08:06 UhrShadhajuuhpioky

    @Bietchekoopen
    >>Ihr Ziel ist wohl seröse Kommentare unmöglich zu machen.
    Wahrscheinlich seid ihr sozial bots.
    TREFFER :)
    hafnersp schreibt wie eine Maschine, mit dem einen Ziel, den eigenen Algorithmus in gewissen Zeitabständen zu wiederholen. Er gehört auch zu jenen Menschen, die die Mondlandung als Hollywood-Produkt betrachten, ganz auf Linie seiner Verschörungstheorien...

  • 12.09.2013, 07:47 UhrShadhajuuhpioky

    @hafersp
    >>Also, diese Verschwörungstheoretiker, also wirklich!!!!!
    Ist Ihnen noch nicht klar, dass das World-Trade-Center und das US-Pentagon von einer Mehrzahl der arbeitenden oder hungernden Weltbevölkerung als elementares Übel angesehen wird? Vielmehr als Symbol für die Ursache aller Probleme dieser Welt? Die Mehrzahl der Menschen heute betrachten, analog zu Ihrer Denkweise, die USA als Terrorgruppe. Viele Menschen würden daher nicht mal auf die Idee kommen, die Piloten von 9/11 als Terroristen zu bezeichnen. Aber Sie denken wieder einmal zu kurz, und meinen die Berichterstattung um 9/11 seien in der Kontrolle von Manipulatoren. Die meisten Menschen dürften die Details um 9/11 nicht relevant sein, das Joch die Hochfinanz, wurde getroffen. Sie mein lieber hafnersp, meinen die Menschen würden alle durch die Medien manipuliert? Nur Menschen wie Sie die abhängig von den Medien, quasi in deren eigene Welt gefangen, verkennen die Realität der Massenmedien, welche Anstelle eigener Denkprozesse einsetzt. Für Sie ist eine Information schlicht mehr wahr, je kleiner die Zahl der Empfänger ist. Denn innerhalb der Massen ist ja bekanntlicht nichts wahr. Nur ausserhalb von Bild&Co. finden sie ihre eigene kleine Erleuchtung...

  • Die aktuellen Top-Themen
2015: Wohngeld für Geringverdiener soll steigen

Wohngeld für Geringverdiener soll steigen

2009 wurde das Wohngeld zuletzt erhöht. Im kommenden Jahr soll es wieder so weit sein. Verantwortlich dafür: der geplante gesetzliche Mindestlohn. Dieser wird wohl für eine Zunahme der Wohngeldberechtigten sorgen.

Mit großer Mehrheit gewählt: Erdogan tritt bei Präsidentenwahl an

Erdogan tritt bei Präsidentenwahl an

Trotz Protesten und Korruptionsskandal hat die Regierungspartei AKP sich für Ministerpräsident Erdogan als Kandidat bei der direkten Präsidentenwahl ausgesprochen. Erdogan selbst gibt sich bisher noch unentschlossen.

Was kostet uns die Ukraine?: Die Rechnung, bitte!

Die Rechnung, bitte!

Die Ukraine steht mit dem Rücken zur Wand – nicht nur politisch, auch finanziell. Die EU und der IWF haben schnelle Hilfen zugesagt. Doch die Erfahrung zeigt: Das kann teuer werden.  

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International