Syrien
Luftangriffe treffen erneut Krankenhäuser

Im Kampf um Aleppo wurden erneut Krankenhäuser in den Rebellengebieten von Luftschlägen getroffen. Es wird davon ausgegangen, dass die Angriffe von syrischen Luftwaffe oder ihres Verbündeten Russland ausgeführt wurden.
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AleppoLuftschläge des syrischen Regimes und seiner Verbündeten haben weitere Krankenhäuser in den Rebellengebieten im nordsyrischen Aleppo getroffen. Unter den am Freitag angegriffenen Kliniken sei auch ein Kinderkrankenhaus gewesen, das bereits Mitte der Woche vom syrischen Regime bombardiert worden sei, teilte die Union of Medical Care and Relief Organizations (UOSSM) am Freitag mit. Fotos im Internet zeigten Betten der Einrichtung im Viertel Al-Schaar, die mit Trümmern bedeckt waren. Das Kinderkrankenhaus wird von Ärzte ohne Grenzen (MSF) unterstützt.

Neben einer weiteren Klinik, die bereits wiederholt angegriffen wurde, musste zudem ein wichtiges Krankenhaus für chirurgische Eingriffe seinen Betrieb nach einem Bombardement einstellen. Die Angestellten und Patienten seien in Sicherheit gebracht worden. Es wird davon ausgegangen, dass die Angriffe von der Luftwaffe der syrischen Regierung oder ihres Verbündeten Russland ausgeführt wurden.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass bei Angriffen auf den belagerten Ostteil Aleppos sowie westlich der Großstadt am Freitag zehn Zivilisten gestorben seien. Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen haben sich zu einer Kriegstaktik in Syrien entwickelt, mit der gezielt die Zivilbevölkerung getroffen werden soll.

Seit Dienstag haben die Angriffe auf den Osten Aleppos nach Wochen relativer Ruhe wieder mit voller Wucht eingesetzt. Mehr als 100 Menschen starben seitdem. Russland bestreitet, Angriffe auf Aleppo zu fliegen, in dem sich noch mindestens 250.000 Zivilisten befinden sollen. „Die russischen und syrischen Luftstreitkräfte sind in den Provinzen Idlib und Homs im Einsatz, um einem Rückzug des Islamischen Staates aus Mossul vorzubeugen“, sagte Außenminister Sergej Lawrow beim Gipfel der Pazifik-Anrainerstaaten im peruanischen Lima.

Oxfam und andere Hilfsorganisationen hatten vor einer humanitären Katastrophe in Aleppo gewarnt, sollten die eingeschlossenen Zivilisten nicht baldmöglichst mit den Nötigsten versorgt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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