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Syrien: Oppositionschef Al-Chatib tritt zurück

Der syrische Oppositionschef Moas al-Chatib ist zurückgetreten. Dies bedeutet eine Schwächung der moderaten Kräfte innerhalb der Nationalen Koalition. Doch das Bündnis lehnt einen Rücktritt ihres Chefs ab.

Der muslimische Prediger Ahmed Muas al-Chatib. Quelle: dpa
Der muslimische Prediger Ahmed Muas al-Chatib. Quelle: dpa

Beirut/DohaGut vier Monate nach seinem Amtsantritt hat der Chef der wichtigsten syrischen Oppositionsgruppe seinen Rücktritt erklärt. Ahmed Moas al-Chatib, der die Syrische Nationale Koalition leitete, erklärte am Sonntag im Onlinenetzwerk Facebook, er wolle sich Bewegungsfreiheit für seine weitere Arbeit verschaffen. Die Koalition lehnte den Rücktritt jedoch ab.

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Der Rücktritt al-Chatibs kommt wenige Tage nach der Wahl Ghassan Hittos zum oppositionellen Regierungschef für die von den Rebellen in Syrien kontrollierten Gebiete und offenbart Differenzen in der Koalition. Al-Chatib galt als Gegner der Nominierung Hittos.

„Ich habe unserem großen Volk ein Versprechen gegeben, dass ich zurücktreten werde, wenn eine rote Linie überschritten ist, heute halte ich mein Versprechen", schrieb al-Chatib und übte scharfe Kritik an der Weltgemeinschaft. Diese schaue der seit gut zwei Jahren andauernden Gewalt in Syrien nur zu.

Die Koalition teilte mit, „die Mitglieder der Generalversammlung" nähmen „diesen Rücktritt nicht an". Al-Chatib werde „aufgefordert, seine Arbeit als Präsident der Koalition wieder aufzunehmen". Er werde „die Koalition weiter führen", hieß es. Auch das Emirat Katar rief al-Chatib zum Verbleib im Amt auf.

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