Syrien-Politik
Obama kämpft gegen Widerstände im eigenen Land

US-Präsident Obama wirbt vehement für ein Ja des Kongresses zu einem Militärschlag gegen das Assad-Regime. Syriens Machthaber streitet den Einsatz von Giftgas weiter ab – und den USA fehlt der unwiderlegbare Beweis.
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WashingtonUS-Präsident Barack Obama schaltet sich am Montag mit einer Interview-Offensive in die Bemühungen seiner Regierung ein, die amerikanische Öffentlichkeit von der Notwendigkeit eines Militärschlags gegen die syrische Regierung zu überzeugen. Sechs Fernseh-Interviews sind am Montag geplant, am Dienstag wendet sich der Präsident mit einer Fernsehansprache an die Nation.

Am Sonntag traf er sich mit republikanischen Senatoren bei einem Abendessen, dass Vizepräsident Joe Biden gegeben hatte. Am Dienstag will er Senatoren seiner demokratischen Partei für ein „gezieltes, begrenztes, folgerichtiges Vorgehen“ gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gewinnen, wie der Stabschef des Weißen Hauses, Denis McDonough, erklärte.

McDonough bereitete Obamas Offensive am Sonntag mit fünf Fernsehinterviews vor. Dabei räumte er aber auch ein, dass die USA keine hundertprozentig sicheren Beweise für eine Verbindung des syrischen Regimes zur mutmaßlichen Giftgasattacke vom 21. August haben. In einem Interview des Senders CNN sagte McDonough am Sonntag, dass unabhängig von geheimdienstlichen Informationen der gesunde Menschenverstand sage, „dass das Regime das ausgeführt hat“.

Als die CNN-Journalistin nachhakte, antwortete der Stabschef: „Haben wir ein Bild oder einen unwiderlegbaren Beweis, jenseits vernünftigen Zweifels? Dies ist kein Gericht. Und so läuft Geheimdienstarbeit nicht.“

Unter Berufung auf ihre Geheimdienste hat die US-Regierung erklärt, bei einem syrischen Einsatz des Giftgases Sarin seien am 21. August in Vororten von Damaskus 1.429 Menschen getötet worden, darunter 426 Kinder. Syrische Oppositionsvertreter sprechen von noch mehr Toten, die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London erklärte, sie könne bisher 502 Tote bestätigen.

In weiten Teilen der US-Bevölkerung treffen Obamas Syrien-Pläne auf offenen Widerspruch. Viele Bürger befürchten, dass ihr Land wieder in einen fernen Krieg gezogen wird. Das Weiße Haus hat den Einsatz von Bodentruppen bereits ausgeschlossen.

Unterdessen wies der syrische Präsident Baschar al-Assad in einem Interview des US-Senders CBS erneut den Vorwurf zurück, sein Regime habe am 21. August Giftgas eingesetzt. Er bekräftigte zugleich, dass sein Land auf einen US-Militärschlag vorbereitet sei. Das Interview soll am Montag veröffentlicht werden, aber Journalist Charlie Rose, der es geführt hat, gab am Sonntag in einer CBS-Sendung bereits einen Überblick.

Demnach sagte Assad: „Es gibt keine Beweise dafür, dass ich chemische Waffen gegen mein eigenes Volk eingesetzt habe ..., und wenn die (Obama-)Regierung tatsächlich Beweise hat, dann sollte sie diese zeigen.“ Rose zufolge deutete Assad auch an, dass es im Fall einer US-Intervention einen Vergeltungsschlag geben könnte. Diese Aktion könne aus einer Gruppe von Leuten kommen, die mit ihm verbündet seien, zitierte der Journalist den syrischen Präsidenten.

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„Die Beweislage spricht für sich selbst.“

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  • Mein Kommentar ist aufs Heftigste zusammengestrichen worden, mit dem Kommentar „Bitte bleiben sie sachlich“.
    Was bitte ist unsachlich daran, dass ich den israelischen Lobbyverband AIPAC als größten Befürworter des Kriegseinsatzes genannt habe. Dass der Congress mit Brutalen unverifizierten Videos und Berichten bombardiert wird.
    Unsachlich ist, dass der israelische Einfluss und Nutzen aus der Berichterstattung herausgehalten werden soll. Bleibt bei der Wahrheit.
    Mit freundlichen Grüßen Ewerk

  • Die USA haben jetzt "zweifelsfreie Beweise", wer, wann und wo die Chemiewaffen eingesetzt hat.
    Dieses Mal sind das wirklich zweifelsfrei Beweise:

    http://german.ruvr.ru/2013_09_05/Der-Chemiewaffeneinsatz-die-USA-haben-uber-Vietnam-vergessen-2740/?from=menu

  • "Obama kämpft gegen Widerstände im eigenen Land"
    Er will Krieg.
    Und dabei hatte er den Friedensnobellpreis einst erhalten.

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