Syrien
Putin stellt sich hinter das Assad-Regime

Während die UN-Blauhelme passiv in Syrien ausharren wollen, warnt der russische Präsident vor einem erzwungenen Machtwechsel. Nicht alle Syrer seien gegen Assad. Ein Umsturz könne nur auf einem Wege erfolgen.
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Moskau/Los Cabos/New YorkDer russische Präsident Wladimir Putin hat eindringlich vor einem gewaltsamen Machtwechsel in Syrien gewarnt. Die Erfahrung in Nordafrika zeige, dass das Blutvergießen auch nach den Umbrüchen weitergehe, sagte der Kremlchef heute. „Wir denken, dass niemand das Recht hat, für andere Völker zu entscheiden, wer an die Macht kommt und wem die Macht genommen wird“, sagte Putin nach Ende des G20-Gipfels im mexikanischen Los Cabos. Russland sieht sich international dem Vorwurf ausgesetzt, den umstrittenen Präsidenten Baschar al-Assad weiter zu stützen.

„Ja, wir wissen, dass ein Teil des syrischen Volkes, das von bewaffneten Oppositionellen vertreten wird, für einen Abgang von Präsident Assad ist. Aber das ist nicht die gesamte syrische Bevölkerung“, sagte Putin. Ein Regimewechsel sei nur auf Grundlage der syrischen Verfassung möglich. Außerdem müsse klar sein, wie es nach einem möglichen Ende Assads in dem Land weitergehen solle, sagte er laut einem vom Kreml veröffentlichten Protokoll einer Pressekonferenz in Los Cabos.

Derweil betonen die UN-Beobachter in Syrien, dass sie trotz der Zunahme der Gewalt im Land bleiben würden. Dies teilte gestern Abend in New York der Chef der Blauhelmeinsätze der Vereinten Nationen, Hervé Ladsous, mit. Die Patrouillen blieben aber derzeit ausgesetzt.

„Im Moment haben wir entschieden, die Mission und ihr Mandat nicht zu verändern - ihre Aktivitäten bleiben aber ausgesetzt“, sagte Ladsous. Er erinnerte daran, dass das aktuelle Mandat des UN-Sicherheitsrates für die Beobachter am 20. Juli ausläuft. „Also müssen wir sehr schnell darüber nachdenken, was unsere Optionen für die Zukunft sind.“

Zuvor hatte der Chef der Beobachtermission, Robert Mood, dem UN-Sicherheitsrat von einer Eskalation der Gewalt in Syrien berichtet. Angesichts der Kämpfe zwischen Getreuen von Staatschef Baschar al-Assad und der Opposition sei die Arbeit für die rund 300 unbewaffneten UN-Beobachter zu gefährlich geworden, sagte er nach Diplomatenangaben bei einer Sitzung des Gremiums in New York. Die Sicherheit bei den Patrouillen könne nicht mehr gewährleistet werden. Mood hatte die Mission deshalb am Wochenende auf Eis gelegt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Syrien: Putin stellt sich hinter das Assad-Regime"

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  • Sarah, woher beziehst Du Deine so genauen Quellen???Warst Du etwa vor Ort und hast alles mit eigenen Augen beoabachtet, was soll diese Polemisierung hier? Ich bin total genervt von Leuten wie dich, die sich zu einem Land oder zu etwas äußern, wovon sie absolut keine Ahnung haben, es ist unfassbar, wie Clinton, Agressor Erdogan und unsere ach so "saubere" EU-Politik (mit ihren Sanktionen bestrafen sie nur das VOLK) Ich habe genauso wie Nabila Familie in Syrien und bin maßlos entsetzt über unsere westliche Berichterstattung wie z.B. im Spiegelonline. Die FAZ hat als eine der wenigen etablierten Zeitungen erkannt, dass dieses Rebellen einfach nur Verbrecher sind. Jedes Land würde sich hier auch verteidigen, wenn Idioten Häuser anfackeln, Autos in die Luft schießen, wenn ein türkisches Flugzeug aus "Versehen" Grenzen überschreitet. Stell Dir mal vor, ein Syrisches Flugzeug würde aus Versehen über Israel fliegen? da wird auch nicht lange herum gefackelt.

  • Liebe Sarah,
    wie Herr Wolfgang Press teile ich mit ihm seine Meinung. In Syrien werden keine Frauen misshandelt oder gar ausgepeitscht. Ich lebe seit 6 Jahren ununterbrochen in Syrien und bin zur Zeit mit meinem syrischen Kfz (syrische Zulassung / Kennzeichen) zum 3. Mal in Deutschland. Ich bin als Frau im Besitz eines syrischen Führerscheins. Gerade in Syrien werden die Menschenrechte geachtet und auch durch das Gesetz umgesetzt. Bestraft werden diejenigen, die das Gesetz missachten. Bei Verhaftung dieser Verbrecher werden jetzt im Konflikt Videos angefertigt, die unsere Regierung als die Bösewichte darstellen. Das ist Fakt. Als ich letztes Jahr im März von den Aufständischen (vorwiegend Salafisten) bei Banias im Visier gewesen bin, sollte ich hinterhältig getötet werden, nur um dann meinen Tod den Christen in meinem Ort zuzuschieben zu können - für mich sind das nur noch Monster. Als ich mich dann an das ZDF und N24 gewendet hatte, wurde ich abgewiesen, weil in Banias "für die westliche Welt ausschliesslich friedliche Demonstranten" wohnen.
    Das ist die deutsche Demokratie und Berichterstattung schon letztes Jahr im April gewesen. Gehen Sie einmal nach Al Baida bei Banias, dann werden Sie schnellstens Ihre Kommentare revidieren. Schon vor Jahren sind hier moderne Frauen mit Steinschleudern beschossen und mit Steinen regelmässig beworfen worden. Nennen Sie das Demokratieverständnis ?

  • Wenn man nicht weiss, was dort vor sich geht, sollte man nicht groß reden!! Assad peitscht nicht nur dir Frauen aus, er lässt sie öffentlich missbrauchen und massakrieren!!! Und nicht nur Frauen sind betroffen, auch unschuldige Kinder! 6-jährige Mädchen werden von den Soldaten Assads vergewaltigt und umgebracht, da soll man nicht mit Saudi Arabien ankommen, und besonders nicht Ausnahmefälle zu Regelmäßigkeiten machen! Oder kann man auch von Deutschland sagen, dass Eltern ihre eigenen Kinder töten und in Blumentöpfe packen, oder Mädchen mit 11 Jahren entführen und diese nach dutzenden Vergewaltigungen und erst 8 Jahre später wieder frei geben?!
    Jeder der einfach nur zuschaut, wie Assad wie eine Maschine die Menschen, Frauen und Kinder umbringen lässt, der soll mir nichts von Menschenrecht erzählen!

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