Syrien

Putin warnt vor Krieg bei Assads Sturz

Russlands Präsident Wladimir Putin befürchtet, dass Syrien in einen Bürgerkrieg verfalle, wenn Machthaber Assad gestürzt würde. Er fordert beide Seiten zu Verhandlungen auf.
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Der russische Staatspräsident Putin. Quelle: dpa

Der russische Staatspräsident Putin.

(Foto: dpa)

Moskau/BeirutDer russische Präsident Wladimir Putin hat vor einem langanhaltenden Bürgerkrieg im Fall eines Sturzes von Syriens Staatschef Baschar al-Assad gewarnt. Russland befürchte, dass die derzeitige Führung und die Opposition nach einer "verfassungswidrigen" Entmachtung Assads "einfach die Plätze tauschen", zitierten russische Nachrichtenagenturen Putin am Montag. In diesem Fall drohe ein Bürgerkrieg, dessen Dauer nicht abzusehen sei, sagte er demnach nach Gesprächen mit Italiens Regierungschef Mario Monti in Sotschi.

Putin forderte zudem Regierung und Opposition in Syrien auf, die Gewalt zu beenden und sich an den Verhandlungstisch zu setzen, um die Krise zu überwinden. Syriens Zukunft dürfe nicht auf der Basis eines "militärischen Sieges oder einer Niederlage", sondern müsse auf der Grundlage von Verhandlungen entschieden werden. Russland macht für die Gewalt in Syrien sowohl die Opposition als auch die Regierung verantwortlich.

Die Regierung in Moskau hatte gemeinsam mit China in der Vergangenheit mehrfach mit einem Veto scharfe UN-Resolutionen im Sicherheitsrat blockiert. Monti sagte dazu laut russischen Nachrichtenagenturen am Montag, Italien verstehe Moskaus "Vorsicht". Gleichzeitig müsse aber auch das Risiko bedacht werden, dass ohne eine UN-Resolution die Lage in Syrien "außer Kontrolle" geraten könne.


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4 Kommentare zu "Syrien: Putin warnt vor Bürgerkrieg bei Assads Sturz"

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  • Es geht primär gar nicht um Syrien. USA und Israel brauchen Syrien um von da den Iran anzugreifen. Dem steht Assad allerdings im Weg. Also werden die beiden Kriegstreiber (USA/Israel alles wirklich alles tun um Assad aus dem Weg zu räumen, egal wie viele Menschen dabei ums Leben kommen.

  • Für mich ist es nur erstaunlich wie gut die US/Israhell/NATO Propagandamaschine funktioniert und wie viele "gehirngewaschene" Mitbürger den Schwachsinn glauben, weil er ja im Fernsehen war......

  • Berichte über Massaker in Syrien hören sich immer gleich an: Die Opposition lässt durch die "Beobachtungsstelle für Menschenrechte" verlauten, die Regierung habe so und soviel Menschen umgebracht, was dann von den westlichen Medien ohne auch nur zu hinterfragen abgedruckt wird. Gerade als die Bemühungen des UN-Gesandten Kofi Annan um eine diplomatische Einigung reale Fortschritte machten und die russische Führung auf eine dreimonatige Verlängerung der UN-Mission in Syrien drängte, gingen schauerliche Schlagzeilen über ein neues Massaker des Assad-Regimes in Tremseh um die Welt.

    Die Opposition beschuldigte die syrische Armee 200 Aktivisten getötet zu haben, reduzierte aber bald die Zahl. Die Regierung sprach von 37 Toten bei Kämpfen gegen schwerbewaffnete Terroristen, nachdem Dorfbewohner die Armee zu Hilfe gerufen hatten. Selbst die BBC räumte ein, daß es sich um einen Gegenschlag gegen Rebellen handelte, die Tremseh angegriffen hatte. Trotzdem verurteilte US-Außenministerin Hillary Clinton „ein weiteres vom syrischen Regime begangenes Massaker, das mehr als 200 Männern, Frauen und Kindern im Dorf Tremseh das Leben kostete“.

    Ein Beitrag in Russia Today vom 14. Juli wirft Licht auf die wiederholte Vorgehensweise der von Saudi-Arabien und Katar gestützten Aufständischen. Der Nahostexperte Dr. Günter Meyer von der Universität Mainz sagte RT, für das Massaker von Hula vor einigen Wochen seien offensichtlich die Rebellen verantwortlich gewesen. Präsident Assad habe dies als ein Beispiel für „Massaker-Marketing“ bezeichnet. Die Rebellen würden „möglichst viele Menschen töten“ und dies der Regierung in die Schuhe schieben, um „die weltweite öffentliche Meinung anzuheizen und eine ausländische Invasion in Syrien zum Sturz Assads zu propagieren“.

  • Den Resolutionen wurde nicht zugestimmt, weil diese einseitig der syrischen Regierung die Verantwortung zugewiesen und mit keinem Wort die Rebellen und deren Unterstützer erwähnt haben. Dem Annan-Friedensplan wurde auch von der syrischen Regierung zugestimmt, von den sog. Rebellen (vulgo: Terroristen) jedoch nicht. Deren Unterstützung (finanziell, materiell, u.a.) hält an, sogar von Großbritannien (Ausbildung durch ehemalige (?) SAS-Kräfte).

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