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Syrien-Resolution blockiert: Moskau hält die Hand über Assad

Russland blockiert im Uno-Sicherheitsrat jede Syrien-Resolution und beliefert das Regime mit Waffen. Dabei verfolgt es eigene Interessen - bei einem Sturz Assads müsste Moskau auf Einfluss und Einnahmen verzichten.

MoskauRusslands Ablehnung gegen eine Syrien-Resolution kann kaum jemand besser erklären als Boris Obnossow. Obnossow ist kein Diplomat, er ist Chef des russischen Rüstungskonzerns TRW. Im Interview mit der Nachrichtenagentur Ria Nowosti erzählte er am Dienstag, dass sein Unternehmen im vergangenen Jahr einen Schaden von 600 Millionen Euro hinnehmen musste – aufgrund gescheiterter Verträge mit Libyen. Insgesamt seien Russlands Rüstungsexporteuren wegen des Bürgerkrieges und der Sanktionen gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi etwa vier Milliarden US-Dollar Gewinn entgangen. Russland hatte sich im Sicherheitsrat damals gemeinsam mit China der Stimme enthalten und damit einen Nato-Einsatz in Nordafrika ermöglicht. Das Ende ist bekannt: Diktator Gaddafi wurde gestürzt. Für Russland ging ein wichtiger Geschäftspartner verloren.

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Genau aus diesem Grund hat ein Vertreter Russlands in der Nacht zu Mittwoch im Uno-Sicherheitsrat eine Resolution verhindert, die den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zum Machtverzicht auffordern sollte.

„Moskau ist bemüht, eine Wiederholung des Libyen-Szenarios in Syrien zu verhindern und droht deshalb, bei der Abstimmung über den neuen Resolutionsentwurf im UN-Sicherheitsrat vom Veto-Recht Gebrauch zu machen“, schreibt die Zeitung „Moskowskije Nowosti“. Ein Grund dafür ist die Rolle Russlands in der Region. Seit dem Zerfall der Sowjetunion hat Moskau seinen Einfluss in Nordafrika und der arabischen Welt weitgehend eingebüßt. Nach dem Umsturz in Libyen bleiben als Verbündete nur noch Algerien und Syrien.

In der syrischen Hafenstadt Tartus unterhält Russland einen seiner wenigen ausländischen Marinestützpunkte. Weit stärker als politische dürften allerdings wirtschaftliche Interessen für Moskaus Haltung verantwortlich sein – die Interessen der Rüstungsindustrie.

Arabische Welt

Russland ist der zweitgrößte Waffenlieferant der Welt. Und Damaskus zählt zu seinen wichtigsten Kunden. Erst vor wenigen Tagen sorgte ein Frachter vor Zypern für Aufsehen, der 60 Tonnen Munition aus Russland nach Syrien liefern sollte. Kurz darauf wurde der Verkauf russischer Militärflugzeugen nach Syrien bekannt. Ungeachtet des Konfliktes erklärte Russland zuletzt mehrfach, seine Rüstungsverträge mit Damaskus einzuhalten.

  • 01.02.2012, 11:48 UhrAnonymer Benutzer: Propaghandi

    @DerAlteFritz
    Ich bin keine Gefolgschaft! Ich fühle mich weder Assad noch Achmed, noch sonst einem Menschen (ausser mir und meiner Familie) verpflichtet!
    Aber es gibt doch viele Ungereimtheiten - nicht erst seit Libyen!
    Deshalb sehe ich mir die Ausrüstung und deren Gebrauch sehr genau an. Daran kann man erkennen, woher diese stammt (nicht Lieferant, aber Herkunft).
    Das hat man bei Libyen sehr deutlich gesehen - die Rebellen hatten neue Pick ups mit "Nato Waffen" (Kaliber). Gadhafi jedoch hatte praktisch nur "russische Waffen" im Arsenal, deshalb hatten die Rebellen (Jalil war einer der Richter, die unter Gadhaffi die Todesurteile zeichnete, Younis angebl. einer der Vollstrecker) anfangs ja auch mit versorgungsproblemen zu kämpfen - AK47 Mun. (7.62 × 39 mm)und AK74 (Kaliber 5,45 × 39 mm) passen nicht in NAhTOd Waffen (idR.5,56-mm x 45mm). Die einzigen AK Versionen, die Natotauglich sind, sind die Baureihen AK101 /102. Diese wurden für den Export entwickelt.
    Mit was Hamas und co. rum fuchteln weiss ich jetzt nicht genau. Das meiste sind jedoch klar Waffen russischer Bauart (angebl. die besten Infanteriewaffen der Welt). Sicher, die Wege der Waffenverkläufer sind verschlungen - im Yugoslavienkrieg tauchten auch Deutsche G3 und schweizer StGw90 auf - die off. nie geliefert wurden...
    Bei Syrien das selbe in grün.
    Woher die Videos genau stammen kann keiner sagen - genau wie bei den "offizilellen", die uns gezeigt werden! ABER(!) wenn der ZDF Videobilder aus dem Irak aus dem Jahr 2007 als "Syrische Sicherheitskräfte morden Oppositionelle" verkauft, dann muss(!) man stutzig werden! Der Beweis, dass das Video nicht aus Syrien stammt ist ja alleine durch das alter erbracht. Deshalb müssen wir uns die Frage stellen, weshalb "möchte" unser "Wahrheitsministerium", dass wir glauben, das Syrische Volk lehne sich gegen Assad auf und werde von diesem blutig unterdrückt! DAS ist doch die alles entscheidende Frage, oder nicht?

  • 01.02.2012, 11:18 UhrAnonymer Benutzer: DerAlteFritz

    Tja, wie ich schon sagte, jeder Diktator hat auch seine Gefolgschaft; zumindestens bis zu dem zeitpunkt, wo es sich lohnt bzw. nicht zu gefährlich wird. Was das Waffenarsenal angeht, du scheinst ja ziemlich gut über die Ausrüstung der syrischen Armee im Bilde zu sei, Respekt. Aber woher willst Du so genau wissen, aus welcher Werkstatt die Handy-Videos der Baschar-Fans stammen?? Außerdem: auch Gaddaffis Garde war recht gut mit westlichem Gerät ausgestattet und die Trachtengruppen der Hamas und der Hisbollah fuchteln auch nicht immer nur mit der AK 47 herum ;))). Aber egal. es ist wie es ist Baschar ist eh nur ein weiterer Gewaltherrscher, der hinweg gefegt wird. Kein Grund zur Trauer, oder?

  • 01.02.2012, 10:08 UhrAS1

    Es ist schon unglaublich, wie unsere Regierung den Sympathisanten des Assad Regiems (Russland) ohne jegliche Kritik hofiert! Wie immer haben Frau Merkel und Herr Schwätzerwelle den vollen Durchblick.

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