Syrien
Schwere Kämpfe um Rebellenhochburg Kussair

Regierungstruppen wollen die Stadt Kussair an der Grenze zum Libanon von den Rebellen zurückerobern. Dabei werden sie von Hisbollah-Kämpfern unterstützt. Es mehren sich die Zeichen konfessioneller Konfliktlinien.
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Beirut/WashingtonIn einer großen Offensive haben die syrischen Streitkräfte nach Angaben der Staatsmedien weite Teile einer von Rebellen gehaltenen Stadt nahe der Grenze zum Libanon erobert. Aktivisten berichten am Montag indes von großen Verlusten auch auf Seiten der Regierungstruppen. 28 Elitekämpfer der radikalen schiitischen Hisbollah-Miliz, die den Soldaten von Präsident Baschar al-Assad zur Seite stehen, seien in der Stadt Kussair getötet worden, teilte das Syrische Beobachtungszentrum für Menschenrechte mit.

Sollten sich die Berichte bestätigen, wären die Verluste ein schwerer Schlag für die Hisbollah, die im Libanon wegen ihrer Beteiligung an dem Bürgerkrieg immer stärkerer Kritik ausgesetzt ist. Das Beobachtungszentrum berichtete, mehr als 70 Hisbollah-Kämpfer seien verletzt worden.

Bisher war bereits bekannt, dass die Hisbollah Kämpfer zur Unterstützung Assads nach Syrien schickt, doch ihre zuletzt offenbar wachsende Beteiligung deutet nach Ansicht von Beobachtern darauf hin, dass sich der syrische Bürgerkrieg immer mehr auch entlang konfessioneller Linien manifestiert. Assad gehört den Alawiten an, einer schiitischen Splittergruppe, viele der Rebellen sind Sunniten.

Bei den Kämpfen um Kussair wurden nach Angaben des Beobachtungszentrums auch mehr als 50 Rebellenkämpfer getötet, seit die Armee, die seit Wochen belagerte Stadt am Sonntag mit Panzern und Kampfjets angriff. Soldaten lieferten sich Häuserkämpfe mit den Rebellen, die bisher die Kontrolle über diese strategisch wichtige Stadt hatten. Sie verbindet die Hauptstadt Damaskus mit der Küste, wo viele Anhänger der Regierung von Präsident Assad leben. Zudem will sich Assad offenbar einen strategischen Korridor von der Hauptstadt bis hin zur Mittelmeerküste schaffen.

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USA: Hisbollah trägt zu Eskalation der Gewalt bei

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  • Das ist nun wirklich ein Bild vom Kriegsgeschehen. Es faellt einem wie Schuppen von den Augen

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