Syrien
Tote bei Gefechten und Explosion in Damaskus

Bei Gefechten und einer Bombenexplosion in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben von Aktivisten vier Menschen gestorben, darunter drei Agenten des Geheimdienstes. Die Regierung äußerte sich bis dato nicht.
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Damaskus, IstanbulMitten in der syrischen Hauptstadt Damaskus ist am Dienstag eine Bombe detoniert. Aktivisten meldeten, der Fahrer des Wagens, in dem der Sprengsatz platziert wurde, sei durch die Explosion auf dem zentralen Al-Mardsche-Platz ums Leben gekommen. Das Fahrzeug sei nicht komplett ausgebrannt, wie dies bei Selbstmordanschlägen mit größeren Autobomben stets der Fall ist. Syrische Medien sprachen von drei Verletzten.

Regimegegner meldeten, die Sicherheitskräfte hätten am Tatort mehrere Augenzeugen mitgenommen und seien mit ihnen davongefahren. Verdächtig sei, dass noch vor der Explosion ein Team des regimetreuen TV-Senders Al-Dunia auf dem Platz gewesen sei.

Aktivisten berichteten außerdem, drei syrische Geheimdienstagenten seien bei einem Gefecht am frühen Dienstagmorgen ermordet worden. Das Syrische Observatorium für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien erklärte, die drei Männer seien am Dienstagmorgen im Stadtteil Barseh getötet worden. Weitere Informationen wurden nicht genannt. Auch die syrische Regierung äußerte sich nicht.

Die amtliche Nachrichtenagentur berichtete, UN-Beobachter besuchten am Dienstag Duma, einen Vorort der Hauptstadt. Es war der zweite Besuch der Beobachter dort innerhalb von zwei Tage. Der Aktivist Mohammed Said sagte aus Duma, es seien Schüsse und Granatexplosionen zu hören.

Der seit 13 Monaten andauernde Konflikt hat nach Schätzungen der UN bisher mehr als 9.000 Menschen das Leben gekostet. Allein am Montag kamen nach Angaben des Observatoriums in Syrien 55 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen in Hama, das zuvor von UN-Beobachtern besucht worden war. Amteurvideos im Internet zeigten Blut auf den Straßen und aufgebahrte Leichen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es heißt doch, die UNO habe ein Mandat, um 300 Beobachter zur Sicherung des "Waffenstillstandes" nach Syrien zu schicken. Warum tun sie es dann nicht. Statt dessen sollen jetzt zu den bisher stationierten 8 (!) Beobachtern bis heuteabend 3 (!!) weitere eintreffen, und eine Aufstockung auf dann insgesamt 30 (!!!) Beobachter soll im Laufe der nächsten Tage erfolgen. Wann die Gesamtzahl von 300 Beobachtern erreicht sein wird, die von Vielen immer noch als unzureichend empfunden wird, steht noch in den Sternen. Was ist da los? Es gibt doch ein Mandat - oder? Und wenn dem so ist, woran scheitert die zügige Umsetzung? Wer ist schuld, dass das Morden ungehindert weitergehen kann?

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