Syrien Türkei bombardiert Kurdenstadt Afrin

Vor einem Monat ist die Türkei in die von Kurden kontrollierte Region Afrin im Norden Syriens einmarschiert. Jetzt bombardieren Erdogans Truppen das Gebiet.
Update: 20.02.2018 - 18:25 Uhr 29 Kommentare
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hält während seiner Rede in Ankara einen Olivenzweig in die Luft. Die Militäroperation in Syrien trägt den Codenamen „Operation Olivenzweig“. Quelle: AP
„Operation Olivenzweig“

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hält während seiner Rede in Ankara einen Olivenzweig in die Luft. Die Militäroperation in Syrien trägt den Codenamen „Operation Olivenzweig“.

(Foto: AP)

Istanbul, DamaskusSyriens fast siebenjähriger Bürgerkrieg ist innerhalb nur weniger Stunden an zwei Fronten eskaliert. Im Norden des Landes bombardierte die türkische Armee die Region Afrin, nachdem dort syrische Regierungskräfte zur Unterstützung kurdischer Truppen eingerückt waren, wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Dienstag meldete. Im Zentrum Syriens erlebte das Rebellengebiet Ost-Ghuta eine der blutigsten Angriffswellen seit Beginn des Konflikts mit mehr als 200 Toten innerhalb von 48 Stunden.

In Afrin wächst mit der Konfrontation die Sorge vor einer größeren Eskalation zwischen der Türkei und Syrien. Am Dienstag rückten dort zunächst erste syrische Regierungskräfte ein, wie die Kurdenmiliz YPG bestätigte. Diese sollten sich an der Verteidigung der Einheit Syriens und der Grenzen beteiligen. Im regierungstreuen Sender Al-Mayadeen waren Fahrzeuge mit Dutzenden Kämpfern zu sehen. Nach syrischen Angaben handelt es sich dabei um „Volkskräfte“. Damit wird eine Vereinbarung zwischen den Kurden und der syrischen Regierung umgesetzt. Die Kurden wollen so einen Angriff der Türkei stoppen.

Türkische Truppen und syrische Verbündete hatten vor einem Monat eine Offensive auf Afrin begonnen. Das Gebiet wird von der YPG kontrolliert. Die Türkei sieht in der Miliz den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie. Die YPG ist aber zugleich mit der US-geführten Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien eng verbündet.

Im Sender Al-Mayadeen war eine Explosion zu sehen, kurz nachdem die syrischen Regierungskräfte in Afrin eingerückt waren. Es habe sich um einen türkischen Angriff gehandelt, meldete der TV-Kanal. Von kurdischer Seite hieß es, fünf Bomben seien in der Nähe des Gebiets eingeschlagen, das die Regierungskräfte passiert hätten.

Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete Artilleriebeschuss in der Region. Warnschüsse seien auf mit dem syrischen Regime verbundene „terroristische Gruppen“ abgefeuert worden, hieß es. Diese hätten versucht, in die Stadt Afrin zu gelangen, hätten sich aber aufgrund des Beschusses zurückgezogen. Syrische Militärkreise wiesen diese Angaben zurück und betonten, die Truppen hätten in Afrin ihre geplanten Positionen bezogen.

Am Montag hatte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu Syrien gewarnt: „Wenn das Regime eindringt, um die YPG zu schützen oder ihren Schutz zu gewährleisten, dann kann niemand uns, die Türkei und die türkischen Soldaten stoppen“, sagte er in Jordanien.

Die Türkei steht im Syrien-Konflikt auf der Seite der Rebellen, die gegen die syrische Regierung kämpfen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Januar als „Mörder“ bezeichnet. Die Türkei kooperiert aber mit Syriens Verbündeten Russland und Iran und handelte mit ihnen unter anderem so genannte Deeskalationszonen aus.

Der türkische Staatspräsident posiert während seiner Rede zu Parteianhängern in Ankara mit Kindern in Militäruniformen. Quelle: AP
Recep Tayyip Erdogan

Der türkische Staatspräsident posiert während seiner Rede zu Parteianhängern in Ankara mit Kindern in Militäruniformen.

(Foto: AP)

Erdogan kündigte am Dienstag eine Belagerung der Stadt Afrin „in den nächsten Tagen“ an. „Auf diese Weise wird die Hilfe von außen blockiert“, erklärte er in Ankara. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte vor einer Spaltung des Bürgerkriegslandes und forderte die Türkei dazu auf, mit der syrischen Regierung in Dialog zu treten. Es sei nicht hinnehmbar, wenn „das Kurden-Problem“ dazu genutzt werde, Chaos in der Region zu säen und Staaten zu spalten, sagte er.

Im Zentrum Syriens kamen bei Angriffen auf das Rebellengebiet Ost-Ghuta nahe Damaskus innerhalb von 48 Stunden mindestens 231 Zivilisten um, darunter Dutzende Frauen und Kinder, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Mehr als 1100 Menschen seien verletzt worden, viele davon schwer.

Schon am Sonntagabend gab es dort viele Tote. Allein am Montag starben dann den Angaben zufolge 127 Zivilisten. Es handele sich um die höchste Opferzahl an nur einem Tag seit drei Jahren, erklärten die Menschenrechtler. Auch am Dienstag seien die Angriffe weitergegangen - dabei seien mindestens 87 Menschen getötet worden. Wahrscheinlich seien auch russische Flugzeuge an den Angriffen beteiligt gewesen, erklärten die Menschenrechtler. Erst Anfang des Monats hatte Ost-Ghuta eine der blutigsten Wochen seit Jahren erlebt.

Fast 100 Tote nach Luftangriffen auf Rebellenhochburg

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„Es war die Hölle“, sagte ein Arzt aus einem Krankenhaus in Ost-Ghuta, der nur mit seinem Vornamen Mohammed zitiert werden wollte, über die Angriffe am Montag. „Wir mussten mit ansehen, wie Kinder in unseren Händen an ihren schweren Wunden gestorben sind, weil sie zu spät ins Krankenhaus kamen.“ Die Kliniken seien völlig überfüllt. Narkosemittel und wichtige Medikamente gingen zu Ende. Bilder zeigten verstaubte Opfer unter den Trümmern zerstörter Häuser. Aktivsten verbreiteten Aufnahmen von getöteten Kindern.

„Das Grauen von Aleppo droht sich nun wenige Kilometer von Damaskus entfernt zu wiederholen. Und wieder werden vor allem unschuldige Zivilisten, darunter viele Kinder, Opfer der zerstörerischen Gewalt des syrischen Regimes und seiner Unterstützer“, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. „Wir fordern das Regime auf, seine Angriffe sofort einzustellen und endlich humanitären Zugang zu gewähren!“ Zugleich kritisierte er, dass die von der Türkei angekündigte Blockade Afrins zu weiterem Leid unter der Zivilbevölkerung führen werde.

Der Bürgerkrieg in Syrien hatte im März 2011 mit Protesten gegen die autoritäre Regierung von Machthaber Baschar al-Assad begonnen. Die Region Ost-Ghuta gehört zu den letzten Gebieten, die noch unter Kontrolle von Rebellen stehen. Dominiert werden sie von islamistischen Milizen.

Ost-Ghuta ist seit Monaten von Regierungstruppen eingeschlossen. Rund 400 000 Menschen sind dort fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Helfer berichten von einer dramatischen humanitären Lage. Über Wochen durften keine Hilfslieferungen in das Gebiet. Das habe zu einem schlimmen Mangel an Nahrungsmitteln geführt, sagte der regionale UN-Nothilfekoordinator, Panos Moumtzis. „Die humanitäre Lage der Zivilisten in Ost-Ghuta ist dabei, außer Kontrolle zu geraten.“

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  • dpa
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29 Kommentare zu "Syrien: Türkei bombardiert Kurdenstadt Afrin"

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  • Nun, Idealist bin ich nun wirklich gerade nicht, Herr Caruso. Aber bestimmte Werte sind mir schon sehr wichtig. Und dabei fällt EgoWahn glatt durch mein Raster.

    Das spielt aber beim Meinungsaustausch für mich nicht die entscheidende Rolle.

    Sie haben durchaus recht damit, dass EgoWahn mit kleinen Abstrichen demokratisch gewählt wurde – und vor allem richtigerweise die Interessen seiner Wähler (vom Volk will da genauso wenig reden wie bei uns) vertritt. Ob das richtig ist, spielt dabei keine Rolle – soweit es keine fremden Dritten betrifft.

    <Und dass mit den "Geiseln" haben Sie aus unseren Medien! Ich bezweifle das, aber seien wir ehrlich: Wir KÖNNEN es gar nicht wissen.>

    Logisch, dass ich es aus den Medien weiß. Weder Merkel noch EgoWahn haben mich leider nicht persönlich unterrichtet.

    Und ja – es stimmt: Wir können es gar nicht wissen.

    Dass er die nationalistische „Karte“ nebst Fundamental-Islam spielt, rückt ihn für mich noch nicht in die Nähe der AfD oder FPÖ. Wie gesagt, in seiner Türkei steht ihm das zu.

  • Ich bin da ganz Idealist, Herr Kabus. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Vorwürfe gegen diesen getürkten Deutschen zutreffend sind und keine besondere Taktik von Erdo. Und dass mit den "Geiseln" haben Sie aus unseren Medien! Ich bezweifle das, aber seien wir ehrlich: Wir KÖNNEN es gar nicht wissen.

    Es gibt für mich einen Grundsatz, der mir sehr wichtig ist: Der Feind meiner Feinde ist mein Freund!
    Erdo hat mir nichts getan, er schadet mir nicht, er ist von seinem Volk gewählt worden (anders als Merkel) und er ist ein Gegner von Merkel, er hat sie mit den "Flüchtlingen" in seinem Land zunächst kompromittiert und dann erfolgreich erpresst.
    Zudem kenne ich persönlich Türken, die Erdo-Anhänger sind, weil er für sie so eine Art "starker Mann" ist. Auch das halte ich für richtig, er ist schließlich nicht deutscher Staatschef.

  • Herr Caruso

    Noch eine Anmerkung zu Ihrer Feststellung, von EgoWahn seien sie jetzt etwas enttäuscht. Aus meiner Sicht auf Ihren Standpunkt kann ich das nun aber nicht nachvollziehen.

    Denn EgoWahn hat doch strategisch alles richtig gemacht. Er hat sich frühzeitig „Geiseln“ genommen und dann taktisch zu einem Zeitpunkt, der ihm zweckmäßig erschien, eine großzügig freigelassen. Wie ich schon schrieb – Gabriel war seine Marionette und keiner hat es gemerkt.

    Würden Sie einen Vergleich zwischen EgoWahn und unserer Dilettantin anstellen, könnte ich nicht widersprechen, dass EgoWahn der bessere Diktator ist.

  • Das EgoWahn die Wahlen und auch die Volksabstimmung gewonnen hat, ist genauso richtig, wie das „weiter so“-Ergebnis bei der letzten BTW. Beides macht die Probleme nicht kleiner, wobei mich die der Türkei überhaupt nicht tangieren - wenn, dann schon eher die steigende Kriminalitätsrate unter den bei uns lebenden Türken.

    EgoWahn mag vielleicht kein überzeugter Islamist sein, was ich aber nicht weiß, aber die „Vorzüge“, die der weltweit voranschreitende Islamismus ihm verspricht, können durchaus geeignet sein, seinen Glauben an die Welle der Sieger zu bestärken und danach zu handeln.

    Was es mit dem weltweiten Islamismus auf sich hat, habe ich erst kürzlich von einem Journalisten zu Indonesien gelesen. Die Quelle müsste ich raussuchen. War wirklich eine ziemlich realitätsnahe Beschreibung nach meiner Beurteilung.

  • Wahrscheinlich werden wir da zu keinem gemeinsamen Nenner kommen, Herr Caruso.

    Für mich liegt aufgrund mir bekannter Informationen seit Beginn oder nicht wesentlich später des Syrien-Kriegs eine sowohl passive als auch aktive Unterstützung des IS durch die Türkei vor. Der Grund hierfür lag damals schon in dem sehr ausgeprägtem egomanen Charakter von EgoWahn, der sich nämlich zuvor mit seinem Freund Assad zerstritten hatte.

    Es folgten Waffenlieferungen an den IS (zwar bestritten und die ermittelnden in den türkischen Behörden wurden belangt, bzw. aus dem Verkehr gezogen), Ölkäufe vom IS bis zur Behandlung von IS-Kämpfern in türkischen Krankenhäusern, während Kurden der Zugang nach Kobane von der Türkei verhindert wurde.

    Selbst die USA durften lange Zeit nicht von Ihrem türkischen Stützpunkt Angriffe gegen den IS fliegen.

    All das sind dokumentierte Fakten – abseits jeder Mainstream-Medien.

    Der Krieg mit den kurdischen „Terroristen“ in Syrien begann, als die AKP durch die Kurdenpartei, die mehr als 10 % bei den Wahlen gewonnen hatte, ihre Alleinherrschaft verlor.

    Es folgte ein mysteriöser Anschlag auf eine kurdische Hochzeit im türkischen Grenzgebiet, der, wen wundert es, nie aufgeklärt wurde. Aber sofort wurde dieser Anschlag von der türkischen Regierung dem IS zugeschrieben.

    Damit begann dann der Bürgerkrieg mit den Kurden in der Türkei und jetzt auch noch mit dem Einmarsch in Syrien.

  • Hallo Herr Kabus,

    Erdo beurteilen wir in der Tat völlig unterschiedlich. Sie sind dabei - entschuldigen Sie bitte den erneuten Hinweis darauf - ganz auf Linie der Mainstreammedien.

    Erdo ist Moslem. Was soll er als türkischer Staatschef auch sonst sein? Jude? Atheist?
    Erdo wurde vom türkischen Volk gewählt und hat kürzlich eine Volksabstimmung deutlich gewonnen. Wer sollte sonst den türkischen Staatschef wählen? Die HB-Kommentatoren?
    Erdo ist KEIN Islamist!!! Er wird von Islamisten bekämpft, keine seiner Schritte deuten für mich auf einen Islamisten hin.

    Zu Ihrem Zitat, das mir von damals noch gut in Erinnerung geblieben ist: Das hat er nicht als Wunsch geäußert, sondern als Drohung. Es ging um die "Flüchtlinge", die immer mehr in die Türkei drängten (mit dem Ziel Deutschland selbstverständlich). Die EU hat gefordert, er soll seine Grenzen dichtmachen, dafür wollte sich Erdo bezahlen lassen. Und das mit Recht. Vergessen wir nicht, wer diese Völkerwanderung losgetreten hat! Erdo war es jedenfalls nicht. Falls die EU nicht zahlen würde, würde das passieren, was er in dem von Ihnen zitierten Satz gesagt hat. Sein Verhalten hier: Für mich absolut korrekt! Er hat über Monate Merkel und die EU-Bonzen am Nasenring durch die Manege geführt. Wer außer ihm hat das noch geschafft?

    Über den Krieg in Syrien habe ich soviel verstanden, dass es dort verschiedene Fronten gibt, und Erdo bekämpft dabei sowohl den IS wie auch die kurdischen Separatisten. In seiner Lesart ist das sogar fast dasselbe, beides sind für ihn Terroristen. Aber dadurch kommt es dann zu Interessenkonflikten mit den übrigen Kriegsparteien.

    Eins räume ich ein: Seit er diesen Springer-Hassprediger freigelassen hat, hat Erdo bei mir auch einiges an Sympathien eingebüßt.

  • Hallo Herr Caruso,

    es stimmt zwar, dass unsere Massenmedien seit nicht allzu langer Zeit negativ über EgoWahn schreiben. Nur ohne EgoWahn hätte es nie eine Freilassung dieser „Geisel“ Yücel gegeben.

    Dafür ist Egowahn natürlich nicht gelobt worden, sondern er hat Gabriel für sich feiern lassen und keiner hat es gemerkt.

    Diesen Yücel habe ich gerade wegen der Aktualität mit dem türkischen Krieg in Syrien und den „Aktivitäten“ unserer erlesenen Massenmedien verglichen. Und da sieht man den Unterschied.

    Und was unser Elite-„Pack“ angeht; für mich einfach widerlich.

    Wie ich sehe, beurteilen wir EgoWahn höchst unterschiedlich – neben Putins Motiven.

    Bei Putin stehen für mich nach wie vor geostrategische Interessen im Mittelpunkt. Das diese auch über den zunächst von den USA geförderten IS tangiert wurden, ist dabei natürlich richtig.

    Genauso folgerichtig war es für Putin etwas gegen die türkische Unterstützung für den IS zu tun. Dabei ist es sicher kein Zufall, dass das aktive militärische Eingreifens Russlands in den Zeitraum fällt, als EgoWahn massiv gegen die Kurden vorgegangen ist.

    Zuvor hatte EgoWahn massiv den IS unterstützt und die Kurden in Kobane behindert. Erst auf massive Intervention der USA änderte EgoWahn seine Strategie und ließ dann notgedrungen die Amis von ihrem syrischen Stützunkt Luftangriffe fliegen, zeigte aber danach immer deutlicher islamistische Züge. Z. B. „Die Ungläubigen werden auf ihren Straßen nicht mehr sicher sein“, usw. Die Ditib-Imane nicht zu vergessen, die hier massenhaft ihr (sein) Werk lange Zeit ungestört verichten konnten.

    Dazu sein Wahn von einem neo-osmanischem Reich und seine Aktionen vor Griechenland.

    Und wenn ich an seine Anhänger hier in Deutschland denke, die auch Muslime geblieben sind, dann kann ich als Gegner einer Islamisierung an EgoWahn absolut nichts Positives sehen.

  • Hallo Herr Kabus,

    dass unsere bekannten Massenmedien irgendeine Handlung Erdogans gutheißen, davon habe ich allerdings auch noch nichts mitbekommen.
    Bei Putin sehe ich in erster Linie, dass er eine Machtbasis des IS in Syrien verhindern will, deshalb ist sein Bündnis mit Assad nur logisch. Die Türkei hat (auch schon vor Erdogan) Kurden, die eine Trennung von der Türkei fordern, bekämpft. Die Türkei bekämpft parallel aber auch den IS.
    Das ist natürlich nicht das Gleiche wie beim Ausbruch von WKI, aber es erscheint mir genauso undurchsichtig.

  • Enrico Caruso@mir scheint, die Wertegemeinschaft hat die Türken sowie die Russen betrogen. Die Lage ist den Leuten entglitten, spätestens als die Türken und Russen erkannt haben, daß Frau Dr. Merkel eine Luftnummer ist.

  • Hallo Herr Caruso,

    Wer mit den Mainstream-Medien heult, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Nur wüsste ich nicht, dass diese Massenmedien frontal den türkischen Einmarsch angehen.

    Das wäre ja auch zu viel verlangt, nachdem die sich bei dem bisherigen Ereignis des Jahres (Ycel) total verausgabt haben.

    Das Problem, dass Putin gleichzeitig Assad und EgoWahn unterstützt, ist mit dem Auslöser des 1. WK nicht zu vergleichen, denn hier geht es für Putin darum, sowohl in Syrien mit seinen Basen präsent zu bleiben und andererseits, den größenwahnsinnig gewordenen Islamisten vom Westen, im Besonderen den USA abzukoppeln.

    Die Bedrohung der ehemaligen SU über den US-Stützpunkt in der Türkei ist Putin nach wie vor ein Dorn.

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