Syrien
UN-Beobachter Mission läuft schleppend an

300 UN-Beobachter sollen in den kommenden Wochen den Waffenstillstand in Syrien überwachen. Doch schon jetzt gibt es erste Probleme bei der Mission und in Syrien dauern die Kämpfe an.
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New York/WashingtonZehn Tage nach dem Beschluss des UN-Sicherheitsrates, eine 300 Mann starke Beobachtertruppe nach Syrien zu entsenden, sind dort erst zwei Dutzend Blauhelme im Einsatz. Das Vorabkommando sei noch zu klein, sagte UN-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous am Dienstag in New York.

„In den kommenden Wochen soll die Zahl drastisch erhöht werden.“ Er hoffe, dass die Mission bis Ende Mai ihre volle Stärke erreicht habe. Zugleich räumte Ladsous aber ein, dass derzeit nur 150 Beobachter zur Verfügung stünden, die mit der „schwierigen Aufgabe“ betraut werden können.

Grund für den schleppenden Aufbau der Beobachtermission seien bürokratische Hürden, logistische Problemen und politische Schwierigkeiten in der Abstimmung mit dem Regime von Präsident Baschar al-Assad. Beobachter mit entsprechender Qualifikation müssten zunächst in ihren Ländern bestimmt und den Vereinten Nationen gemeldet werden.

Anschließend müssten sie von den UN auf den Einsatz vorbereitet werden, sagte Ladsous. Sorgen bereite auch die Erteilung der erforderlichen Visa durch die syrischen Behörden. "Bisher hat es drei Ablehnungen gegeben", sagte Hervé Ladsous. Die Nationalitäten der Abgelehnten nannte er nicht.

Diplomaten zufolge will Damaskus aber offenbar keine Beobachter aus westlichen Staaten wie den USA, Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland ins Land lassen. Auch arabische Länder wie Saudi-Arabien und Katar, die die syrische Opposition unterstützen, würden kritisch gesehen.

Währenddessen wird die brüchige Waffenruhe in Syrien laut dem Bericht des für Friedenseinsätze zuständigen UN-Untergeneralsekretärs von beiden Seiten gebrochen. UN-Militärbeobachter hätten von Verletzungen der Waffenruhe sowohl durch syrische Regierungstruppen wie auch durch Rebellenkämpfer berichtet

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  • Mir scheint, diese Mission ist gar nicht ernsthaft gewollt; so schlecht planen die VN normalerweise nicht. Am 07. sind Wahlen, hoffen wir auf einen friedlichen Verlauf. Es ist allerdings bezeichnend, daß man in der Presse hierzu überhaupt nichts vernimmt (Parteien, programme, Kandidaten, u.a.).

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