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Syrien: UN-Konvoi Ziel eines Bombenanschlags

Kein Ende der Gewalt in Syrien: In einem Vorort der Hauptstadt Damaskus ist am Sonntag eine Bombe explodiert. Ziel des Anschlags war offenbar der UN-Chefinspektor. Regimegegner beklagen zudem 16 neue Tote.

Libanesische Soldaten sichern einen Wagen, in dem zwei Assad-Gegner den Tod fanden. Quelle: dapd
Libanesische Soldaten sichern einen Wagen, in dem zwei Assad-Gegner den Tod fanden. Quelle: dapd

DumaIn Syrien ist am Sonntag eine Bombe in unmittelbarer Nähe des UN-Chefinspektors explodiert. Der in einem Konvoi der Vereinten Nationen (UN) fahrende Wagen von Generalmajor Robert Mood habe an einem Kontrollposten des Militärs in Duma gehalten, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters.

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In einer Seitenstraße in etwa 150 Metern Entfernung sei dann der am Straßenrand deponierte Sprengsatz detoniert. Der Konvoi sei weggefahren. Berichte über Verletzte lagen nicht vor. Die UN-Beobachter sollen den Waffenstillstand überwachen, den der ehemalige Generalsekretär Kofi Annan ausgehandelt hat. Die Waffen schweigen aber noch nicht.

Duma ist ein Vorort der Hauptstadt Damaskus und eine Hochburg des seit über einem Jahr andauernden Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad. In dem UN-Konvoi fuhr auch der für Friedenseinsätze zuständige UN-Vize-Generalsekretär Herve Ladsous mit. Sicherheitskreisen zufolge soll es am Sonntag in Duma vor der Bombenexplosion zu Auseinandersetzungen gekommen sein. Bewaffnete sollen dabei fast 30 Vertreter der Sicherheitskräfte verletzt haben.

Bereits am Samstag wurden bei einem Bombenanschlag im Osten Syriens neun Menschen getötet. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana gab die Zahl der Verletzten in der Stadt Deir-al-Sor mit rund 100 an. Ein Selbstmordattentäter sei für den Autobombenanschlag verantwortlich, der einem Militärstützpunkt gegolten habe. Der Opposition zufolge war ein Geheimdienstbüro Ziel des Anschlags.

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„Es wirkte wie ein gut durchgeplanter Angriff“, sagte ein Mitglied der Opposition in Deir-al-Sor. Die Explosion habe das hintere Tor des Militär-Geheimdienst-Komplexes getroffen. Im syrischen Fernsehen wurden Bilder gezeigt, auf denen Rauchwolken über der Stadt, Blutlachen in den Straßen, Gebäudetrümmer und zerstörte Autos zu sehen waren. Das Fernsehen meldete, UN-Beobachter hätten die Anlage kürzlich inspiziert.

Syrische Regierungstruppen haben unterdessen laut Menschenrechtsaktivisten am Sonntag eine Ortschaft in der syrischen Provinz Hama beschossen und 16 Menschen getötet. Unter den Opfern in Suran seien auch drei Kinder, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. In anderen Landesteilen seien am Sonntag fünf weitere Menschen getötet worden. Laut Menschenrechtsorganisationen wurden ihm Rahmen des mehr als ein Jahr andauernden Konflikts mehr als 12.000 Menschen getötet.

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