Syrien
Viele Tote bei Sprengstoffanschlägen

Bombenterror, Proteste und Gefechte in Syrien dauern an, doch Assads Regime zeigt sich gelassen. Die Behörden bereiten eine Parlamentswahl am 7. Mai vor. Die UN mahnt, während die Nato bekräftigt: Sie bleibt außen vor.
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Damaskus/IstanbulDie Waffenruhe in Syrien existiert weiterhin nur auf dem Papier. Landesweit starben nach unbestätigten Berichten am Freitag mindestens 20 Menschen, darunter drei Angehörige der Sicherheitskräfte. Nach Angaben der Staatsmedien und der Regimegegner detonierten drei Sprengsätze in Damaskus und Banias.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte die Lage unannehmbar“. „Beobachter berichten von schweren Waffen, militärischer Ausrüstung und Militärpersonal in bewohnten Gebieten. Das steht in klarem Widerspruch zu dem, was uns die syrische Regierung versichert“, sagte er in Neu-Delhi. Vorrang für die UN habe die beschleunigte Entsendung von Beobachtern vor Ort.

„Doch zuerst müssen sie die Gewalt einstellen, damit humanitäre Hilfe möglich wird.“ Die Nato will nicht in den Konflikt eingreifen. „Ich verurteile massiv die Unterdrückung der Zivilbevölkerung in Syrien“, sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach einem Gespräch mit dem italienischen Regierungschef Mario Monti in Rom.

Das Bündnis habe jedoch „nicht die Absicht, in Syrien zu intervenieren.“ Der folgenreichste der drei Sprengstoffanschläge in Syrien ereignete sich in dem Damaszener Viertel Al-Midan. Nach Angaben von Krankenhausärzten kamen zehn Menschen ums Leben. Die staatlichen Medien berichteten, ein Mann habe sich um die Mittagszeit neben einer Moschee im al-Midan-Viertel in die Luft gesprengt.

In dem vorwiegend von Sunniten bewohnten Viertel hatte es seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad jeweils nach dem Freitagsgebet mehrfach Demonstrationen gegen das Regime gegeben. Dass der Anschlag von Regimegegnern verübt wurde, gilt daher als wenig wahrscheinlich.

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Deserteure töten drei Angehörige von Sicherheitskräften

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  • Mir erschließt sich nicht, warum die Einhaltung des Waffenstillstandes eine Vorbedingung zur Entsendug des vollen Beobachterkontingentes sein soll. Schließlich kann ja schon deren Anwesenheit mäßigend wirken - auf beide Parteien. In wie weit Herr Rasmussen die Bevölkerung, die sich demnächst in Wahlen äußern kann, unterdrückt sieht, bleibt sein Geheimnis. Daß Selbsttötungsachläge (!) der Regierung zugerechnet werden ist natürlich hanebüchen.

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