Syrien
Vier weitere Bewerber für Präsidentenwahl

Für die Präsidentenwahl im Bürgerkriegsland Syrien melden sich immer mehr Kandidaten an. Die meisten sind kaum bekannt. Die Opposition spricht von einer Farce, der Iran von einer Chance.
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DamaskusIm Bürgerkriegsland Syrien haben sich inzwischen sechs Kandidaten für die Präsidentenwahl registrieren lassen. Parlamentspräsident Dschihad al-Laham verkündete am Sonntag im Damaskus die Namen von vier neuen Bewerbern, wie die Nachrichtenagentur Sana berichtete. Unter ihnen ist auch eine Frau. Präsident Baschar al-Assad hat bereits signalisiert, erneut antreten zu wollen, seine Kandidatur aber noch nicht offiziell gemacht.

Die Opposition hält die Abstimmung für eine Farce und wirft der Regierung in Damaskus vor, Gegenkandidaten anzuheuern, um die Abstimmung demokratischer aussehen zu lassen. Denn die meisten prominenten Oppositionsaktivisten sind im Exil und damit von der Kandidatur ausgeschlossen. Laut Wahlrecht müssen alle Kandidaten in den vergangenen zehn Jahren in Syrien gelebt haben.

Die bisherigen Bewerber sind großteils unbekannt. Bislang kandidieren der Wirtschaftsexperte Hassan Abdullah al-Nuri, der kommunistische Parlamentarier Maher Hadschar sowie die neuen Bewerber, Mohammed Radschuh, Abdul-Salam Salamah, Sawsan al-Haddad und Samir Mualla. Noch bis zum 1. Mai können sich Syrer für die auch international kritisierte Präsidentenwahl registrieren. Die Kandidaten brauchen dann aber noch die Unterstützung von 35 Parlamentariern - jeder Abgeordnete hat nur eine Stimme.

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sah in der Abstimmung indes eine Chance. „Die Syrienkrise hat nur eine interne Lösung, alles andere wäre ein politische Illusion“, sagte er am Sonntag in Teheran. Alle politischen Vertreter in Syrien sollten die Wahlen zum Anlass nehmen, um das Land über Dialog zu Frieden und Stabilität zu führen.

Der Iran gehört mit Russland zu den letzten Verbündeten des Assad- Regimes. Die Führung in Teheran hat deshalb - anders als der Westen - verlangt, dass Assad erneut zur Wahl antreten darf. Der Konflikt in Syrien hat Schätzungen zufolge schon 150.000 Menschen das Leben gekostet. Die Opposition hält eine Lösung nur ohne Assad für möglich.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Naechste Katastrofe kommt auf die Nato zu,syrische Buerger werden fuer Assad stimmen anstelle fuer die tot+Verwuestung bringenden Rebellen.Nato hat groesste humanitaere Katastrophe verursacht seit Weltkrieg 2.
    9 Mio Opfer gibt es+es geht noch immer weiter.Seit Nato Nov. 2010 veraendert wurde v einer defensiven in eine offensive Organisation,hat man Plaene wie Syrien entwickelt (aktive Friedenspolitik genannt). Aufstaendische wurden finanziert,trainiert,bewaffnet.Es gab Zahlungen fuer syrische Waehler.Natolaender haben Special Forces+Geheimagenten in Syrien aktiviert zur Beratung+Informationsversorgung v Rebellen+zur Liquidation v syrischen Agenten.Alle Aktionen wurden ueber die Tuerkei+Jordanien geleitet um Natobeteiligung zuverheimlichen.In Natolaendern wurde die Presse informiert ueber einen Volksaufstand gegen Diktator Assad,willige Journalisten wurden gekauft.Sehr extreme Islamisten aus vielen Laendern sind nach Syrien gereist wo schlimmste humanitaere Verbrechen begangen werden.Aktivste NatoKriegsLaender;US,UK,FR,DE,NL,Israel.Hoechste Zeit alle
    EU-NatoMinister zu entlassen+zur Reorganisierung dieser Nato.Solche Schwerverbrechen finden im Namen von EU-Buergern statt+im EuropaWahl findet die Abrechnung statt

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