Syrienkonflikt
Mehr als 60 Soldaten in Damaskus getötet

Die Gewalt in Syriens Hauptstadt hält weiter an. Bis zum Dienstag sind dort offenbar mehr als 60 Soldaten getötet worden. Regierungsmedien sehen Damaskus bereits als „Friedhof der Angreifer“.
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BeirutBei Kämpfen in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben einer Aktivistengruppe mehr als 60 Soldaten getötet worden. Wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mitteilte, wurden am Montag zwischen 40 und 50 Soldaten getötet, mindestens 20 weitere am Dienstag. Damaskus wird seit Sonntag von heftigen Kämpfen zwischen Soldaten und Aufständischen erschüttert.

Auch am Mittwoch gab es erneut heftige Gefechte in der Hauptstadt. Aktivistenangaben zufolge nahm die Armee die Viertel Kabun und Barseh von Kampfhubschraubern aus unter Beschuss. Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee (FSA) gab es demnach in den Stadtteilen Midan und Kafar Susse.

Ein Selbstmordattentat traf am Mittwoch nach Berichten des syrischen Fernsehens eine Versammlung von Kabinettsmitgliedern. Dabei habe es mehrere Schwerverletzte unter den Kabinettsmitgliedern gegeben, berichtete das Fernsehen. Zuvor hatte es über einen „terroristischen“ Anschlag auf das Gebäude der Nationalen Sicherheitsbehörde in Damaskus berichtet.

Die Rebellen hatten bereits am Dienstagabend eine „Schlacht für die Befreiung“ von Damaskus angekündigt. Die regierungsnahe Zeitung „Al-Watan“ titelte am Mittwoch, der Kampf um Damaskus werde „bald beendet“ sein, die Hauptstadt werde zum „Friedhof der Angreifer“. Auch aus anderen Landesteilen wurden am Mittwoch anhaltende Kämpfe gemeldet. Am Dienstag waren nach Angaben der Beobachtungsstelle bei der landesweiten Gewalt 93 Menschen getötet worden, darunter 48 Zivilisten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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