Syrienkonflikt
UN setzen weiter auf politische Lösung

Inmitten der Zuspitzung des Syrien-Konflikts und der Initiativen für einen Militärschlag drängt UN-Generalsekretär Ban Ki Moon weiter auf eine friedliche Lösung. Er fordert eine baldige Konferenz in Genf.
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New YorkUN-Generalsekretär Ban Ki Moon lehnt einen Militärschlag gegen Syrien weiter ab und dringt auf eine rasche Einberufung der geplanten Syrien-Konferenz in Genf. „Es gibt keine militärische Lösung“, sagte Ban vor den anwesenden Staats- und Regierungschefs laut am Donnerstag verbreiteten Redemanuskript bei dem G20-Treffen in Sankt Petersburg. Auch Waffenlieferungen an die Konfliktparteien lehne er ab. Stattdessen sollten bei der bislang noch nicht terminierten Syrien-Konferenz in Genf, die so rasch wie möglich einberufen werden müsse, politische Lösungen gefunden werden.

Gemeinsam mit dem UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi wolle er beim G20-Gipfel mit „so vielen Staats- und Regierungschefs wie möglich“ über das Thema beraten, sagte ein Sprecher Bans am Donnerstag in New York. Brahimi war am Donnerstag auf Bitten Bans kurzfristig ebenfalls zu dem Gipfel gereist. Bei dem Treffen wollen die beiden die internationale Gemeinschaft auch um rund 4,4 Milliarden Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) an zusätzlicher humanitärer Hilfe für Syrien bitten.

Ban unterstützte zudem den Ruf des Papstes nach Dialog sowie einem Fasten- und Gebetstag für Frieden in Syrien am Samstag. „Solche Gesten können einen wichtigen und hilfreichen Beitrag darstellen.“

Die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos reiste indes nach Syrien. Dort wolle sie sich mit syrischen Offiziellen treffen und Mitarbeiter der Vereinten Nationen vor Ort treffen, sagte der UN-Sprecher. Am Freitag will Amos bei einer Pressekonferenz von ihrer Reise berichten. In Syrien arbeiten nach wie vor mehr als 1000 Menschen im Dienst der UN.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hier noch ein in der "freien westlichen Presse" leicht "underreported" (dh. total ignorierter) Bericht der Russen bezüglich der Analyse des Giftgases und der Granatenüberbleibsel (vermutlich der März 2013-Attacke):

    http://market-ticker.org/akcs-www?singlepost=3268137
    -> mit Kommentar von Karl Denninger (einem patriotischen Amerikaner, keinem Anti-Amerikaner!)

    Hier das Original auf das er sich bezieht:
    http://www.mcclatchydc.com/2013/09/05/201268/russia-releases-100-page-report.html

    Warum will Obama so brennend die Luftwaffe von Al-CIAda spielen?

    Wann wird endlich mal Saudiarabien in die Schuld-Diskussion mit einbezogen? Darf das Haus Saud alles, nur weil es den Petrodollar garantiert? Sind Menschenrechtsverbrechen eine Funktion der Öl-Gas-Reservemenge?

  • Die USA ist bereits pleite und wenn man sich die Geschichte anschaut, dann haben die Amis schon immer in schwierigen Situationen irgendwo auf der Welt, Kriege geführt. Der Grund spielt dabei keine Rolle, es geht nur um den Krieg. Anders kommen die aus dieser Sackgasse nicht raus. Im Oktober wird das Thema wieder sehr aktuell sein.

    Wenn die USA ganz genau weißt, dass die Russen, Chinesen, Iraner usw. auf den Krieg sofort reagieren werden und ziehen trotzdem in den Krieg, dann kann man davon ausgehen, dass es auch so gewollt ist. Die Russen, Chinesen, Iraner usw. sollen mit absicht in den Krieg eingezogen werden. Die brauchen um jeden Preis einen Krieg, aber nicht direkt vor der Haustür.

    Oder glaubt hier noch jemand, dass die USA bereit ist gegen die Russen, Iraner und Chinesen in den Krieg zu ziehen, nur weil in Syrien Chemiewaffen zum Einsatz gekommen sind? Es ist doch überhaupt nichts bewiesen, wer sie eingesetzt hat.


    F.D. Roosevelt: „In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, dann kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war.“

  • Nachtrag: ist es eigentlich Assad der hinter dem 9-11-Angriff steht oder Al-Kaida?

    Wenn es nicht Assad war, dann ist völlig unverständlich, warum seine Regierung die volle Wut der US-Luftwaffe abbekommen soll und nicht Al-CIAda, die ja offiziell dahinterstecken sollen. Haben die USA nicht einen kleinen Terrorkrieg am laufen und damit anderes zu tun, als sich in die Angelegenheiten souveräner Staaten einzumischen und dort mittels Saudi/Katar-Milliarden und Privatarmeen Unruhe und Leid zu stiften? Und wenn das nicht reicht, dann unter Vorwand gleich mal loszubomben?

    Überhaupt! Was ist eigentlich aus dem War ON Terror geworden. Irgendwie haben die USA das Interesse daran verloren. Seit es damals nicht geklappt hat, Saddam Hussein mit "Al-Kaida" in Verbindung zu bringen und die US-Propaganda auf "weapons of mass destruction" umschwenken mußte, hört man eigentlich nicht mehr viel vom "War OF terror" der USA. Im Gegenteil, in Syrien und vorher in Libyen unterstützen die USA OFFEN Terroristen (und zwar von "Al-Kaida").

    Auch um 9-11 ist es ruhig geworden, schon die 10 Jahresfeier war ziemlich leise gehalten. Also: wenn man ein solch böser "Verschwörungstheoretiker" wäre, dann kämen einem jetzt ziemlich naheliegende Gedanken.....

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